Tumblr als Projekt-Website

Kürzlich wurde an mich der Wunsch herangetragen, eine kleine Info-Website für eine Veranstaltungsreihe einzurichten. Da das Ganze als eine Mini-Tournee aufgezogen wird, sollte ein Bestandteil ein Tour-Tagebuch sein. Mein erster Reflex: WordPress. Damit lassen sich beide Ansprüche gut befriedigen und ich bin inzwischen auch schon sehr versiert in der Umsetzung kleiner Webprojekte mittels WordPress. Zudem ist dieses ehemalige Weblog-Publishing-System inzwischen zu einem ziemlich mächtigen Tool, mit zahlreichen Möglichkeiten geworden. Doch hatte ich recht schnell auch das Gefühl, dass in diesem Fall der Einsatz von WordPress fast schon mit Kanonen auf Spatzen geschossen wäre. Da kam mir Tumblr in den Sinn.
Auch mit dieser Mikroblogging-Plattform habe ich in den vergangen Monaten zahlreiche positive Erfahrungen gesammelt … jedoch eher im privaten Bereich. Doch der Gedanke, dass Tumblr für den Anwendungszweck eigentlich viel geeigneter wäre, lies mich nicht los. Ich fragte meinen Ansprechpartner, ob es für ihn in Ordnung wäre, wenn die Daten bei Tumblr und nicht auf dem eigenen Webspace gehostet würden. Und als das kein Problem darstellte, machten wir es so.
Bei Tumblr hat man, neben dem Blog mit seinen unterschiedlichen Inhaltstypen, auch die Möglichkeit, Seiten anzulegen, sowie über sehr frei anpassbare Templates, zudem eine ganz eigene Optik und Struktur umzusetzen. Obendrein unterstützt es Tumblr recht komfortable via CNAME Resource Record, die Tumblr-Site unter einer eigenen Domain zugänglich zu machen. Was Tumblr dann noch sehr komfortable unterstützt, ist das Bloggen von Unterwegs via E-Mail. Ein weiterer Pluspunkt, wenn die Menschen auf ihrer Tour mal schnell was in das Tour-Tagebuch posten wollen.
Alles in allem, bin ich sehr zufrieden mit meiner Entscheidung. Nur für die dort verwendeten Dateien, wie Grafiken und PDFs, habe ich nicht groß nach einer Lösung bzw. Workaround gesucht, wie ich sie bei Tumblr hochladen kann. Da habe ich es mir einfach gemacht und die Dateien auf unseren Webserver hochgeladen und von Tumblr aus verlinkt. Aber das ginge sicher auch anders (besser?).
Ach ja, wer sich für das Ergebnis interessiert: kommune-infotour.kommuja.de … und achtet unbedingt auf die tolle Illustration von Holger Schiel! (Ich kann bei Bedarf gerne den Kontakt herstellen ;-)
von Matthias Zellmer
Schock für Designer: The Comic Sans Project
Okay, es hört sich vielleicht größer an, als es ist, das Comic Sans Project. Aber die Idee ist schon mal großartig: Einfach mal die Logos von Unternehmen herzunehmen und mit der bei Designern extrem unbeliebten Schriftart Comic Sans zu setzen. Zum Teil muss man schon zweimal hinschauen, um überhaupt einen essentiellen Unterschied zu erkennen.
By the way: Für Liebhaber dieses Schriftart-Typs gibt es einen Freefont, der sich an Comic Sans anlehnt, jedoch nicht so abgedroschen ist: Comic Jens.

von Matthias Zellmer

