Seiten-Preview-Leiste bei Tchibo

Gerade bin ich über ux·zentrisch auf eine interessante Art aufmerksam geworden, wie man die Navigation von großen, also langen Seiten, für den User übersichtlicher machen und ihn dadurch unterstützen kann: mit einer Seiten-Preview-Leiste.

Tchibo setzt eine solche Leiste in ihrem Online-Shop ein. Scrollt man dort aus dem sichtbaren Bereich heraus, so erscheint auf der rechten Seite eine Leiste mit einem Positionsrahmen, ähnlich wie man ihn von den Drei-Monatskalendern kennt, wie er in vielen Büros seit Jahrzehnten zu finden ist. Dies Positionsrahmen kann man auch zum scrollen verwenden und auf der Leiste kann man grob erahnen, wo ein gesuchtes Produkt sein könnte. Dies ist auch interessant, da Tchibo ihre Seite jede Woche, entsprechend der ebenfalls in diesem Rhythmus wechselnden Themenwelt, neu gestaltet und sich der User in jeder Woche dort neu orientieren muss.

Auf ux·zentrisch hat Martin Gude in diesem Artikel auch darauf hingewiesen, dass Googles What do you love? auf der linken Seite eine vergleichbare Funktion nutzt … jedoch ohne Vorschau.

Usability Test Video auf UI-Check

Usability ist mittlerweile ein durchaus gut eingeführter Begriff im Web. Auch ist es bei vielen Auftraggebern angekommen, dass eine gute Usability den entscheidenden Unterschied im Vergleich mit den Wettbewerbern ausmachen kann. Darum gehört es zu einem halbwegs ernstzunehmenden Projekt einfach dazu, dass man die Usability bzw. die gesamte Nutzeroberfläche (UI – User Interface) testet. Wie so ein Test aussehen kann, wird auf der Website UI-Check.com recht anschaulich gezeigt:

via netzwertig.com

21. Juli 2011
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Lesetipps: Drei Artikel um den User zu erfreuen

Um Ostern herum sind bei mir im RSS-Reader mal wieder einige Artikel aufgelaufen. Darum habe ich mir heute morgen mal wieder etwas Zeit genommen, um auf den aktuellen Stand zu kommen. Dabei sind mir u.a. drei interessante Artikel aufgefallen, die ich mal großzügig in die inhaltliche Schublade “User friendly” stecken würde.

Auf ux·zentrisch habe ich den Beitrag 7 Best Practices-Regeln für die Renaissance der OnePage-Websites von Tobias Jordans mit großem Interesse gelesen. Er beschäftigt mit dem Phänomen der Einseiten-Websites und worauf bei deren Erschaffung zu achten ist.

Anne-Kathrin Merz hat sich auf ihrem Blog medamind mit dem Themenkomplex beschäftigt, dass der User trotz vermeintlich bester Instruktionstexte die Website einfach nicht verstehen will bzw. sie schlichtweg falsch benutzt. In solchen Fällen spricht der Experte gerne mal vom DAU … dem Dümmsten Anzunehmenden User. Doch Anne-Kathrin Merz kontert: Es hat mit Intelligenz nichts zu tun.

Ein eher exotisch anmutendes Thema beschreibt Ulf Schubert im User Experience Blog, indem er wiedergibt, welche Erfahrungen mit Usability Testing Katrin Proschek (Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg) in Äthiopien gemacht hat. Sie hat diese in einem Vortrag auf dem UX Stammtisch Franken vorgestellt.

SEO: Performance neues Ranking-Kriterium bei Google

Da ist mir gerade eine tolle Nachricht via uxzentrisch.de bzw. RSS-Reader rein geflattert: Für Google ist die Performance einer Website jetzt auch ein Ranking-Kriterium. Nachzulesen im Offiziellen Google-Blog.

Ich freue mich darüber, weil das im Umkehrschluss bedeutet, dass gut gecodete Websites, und hiermit dann vor allem auch sauber implementierte Systeme, eine Grundvoraussetzung fürs gut bei Google gefunden werden sind. Und ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder erlebt, dass Website-Betreiber immer gerne bereit sind, in die Suchmaschinenoptimierung (SEO) Geld und Zeit zu investieren. Wenn sich das also herum spricht, kann das nur zu einem Qualitätsschub fürs Web bedeuten.

Auch bei der CMS-Auswahl für die eigenen Web-Projekt mit SEO-Anspruch, sollten man nun unbedingt auch auf die Code-Qualität des Systems achten. Denn gut implementierte Systeme, sind auch schneller und damit performanter.

Usability? User Experience? Das Flaschenbeispiel

Es ist nicht einfach solche Sachverhalte wie Usability oder User Experience zu erläutern. Darum bin ich immer ganz froh, wenn ich im Bedarfsfall ein griffiges Beispiel zu Hand habe, um meinem Gegenüber zumindest eine grobe, wenn auch oft vereinfachte Vorstellung von einem neuen bzw. komplexen Sachverhalt geben zu können.

Bei für uns Web-Leuten wichtigen Themen wie Usability und User Experience ist dies das Flaschenbeispiel. Eigentlich müsste es ja Flaschen-Verschluss-Beispiel heißen, aber da sollen sich andere drüber streiten, ich erläutere es lieber:

Ein Schraubverschluss ist ein schönes Beispiel für eine gute Usability beim Öffnen einer Flasche. Das Öffnen einer Flasche mit Schraubverschluss geht schnell und einfach, und die Flasche lässt sich sogar ziemlich gut wieder verschließen. Das Gegenteil ist beim Korken der Fall. Man braucht extra einen Flaschenöffner, die haushaltsüblichen Modelle bringen regelmäßig Menschen zur Verzweiflung, und das Wiederverschließen ist auch so eine Sache für sich. Nichtsdestotrotz punktet der Korken gerade bei Wein und seinen Liebhabern, und wenn man so will, somit auch in Sachen User Experience. Eine gute Kombination aus guter Usability und User Experience beim Flaschenverschluss findet sich bei der Bügelflasche. Sie ist schnell und mit eine besonderes “ploppigen” Erlebnis zu öffnen und trotzdem gut wieder verschließbar.

Wenn man jetzt noch will, kann man das Beispiel auch herbeiziehen, um die finanziellen und weitere Aspekte des Thema zu beleuchten, wie etwa die Haltbarkeit, Frische und Aroma des Flascheninhalts. Womit man schnell beim Thema (zielgruppenspezifischem) Mehrwert ist. Ein zentrales Kriterium, gerade auch wenn es um die Gestaltung und Entwicklung von Websites geht.

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