barcoo – Scan dir deine Produktinfo

Mir wurde kürzlich berichtet, dass es inzwischen Menschen gibt, die fast schon süchtig nach barcoo sind. Dies ist in erster Linie eine mobile Anwendung mit der man den Barcode auf Produkten einscannen kann, um dann auf der zugehörigen Webseite mehr darüber zu erfahren. Dieses “Mehr” sind zum einen der Preis, bzw. was dieses Produkt wo anders kostet, die Inhaltsstoffe und ihre Qualität, sowie die Einordnung des Produkts nach gesellschaftlich relevanten Kriterien, zum Beispiel im Bezug auf die Umwelt und die Firmen, die das Produkt auf den Markt bringen.

Gestern hab ich mich nun endlich auch mal aufgerafft und barcoo auf meinem Handy installiert und ausprobiert. Und ich muss sagen, dass ich ziemlich beeindruckt bin. Es funktioniert genau so einfach, wie in dem Video oben gezeigt.

Beim Deutschlandfunk haben sie sich übrigens kürzlich auch mal mit barcoo beschäftigt: Preisvergleich in der Hosentasche. In dem Beitrag gibt es auch ein paar kritischen Anmerkung, wie dass das Unternehmen hinter barcoo schließlich auch irgendwie Geld verdienen möchte, was für die Neutralität der Produkt-Infos ein Problem werden könnte. Es wird aber auch erläutert, dass barcoo durch User Generated Content etwas Interessantes zu Stande bringen könnte:

barcoo setzt auf ein ähnliches Modell wie Wikipedia: Alle Nutzer sind aufgerufen, die Datenbank mit ihren Prüfberichten und Informationen zu füttern. Zum Beispiel, die auf den Lebensmittelverpackungen aufgedruckten Nährwerte einzugeben – so wird nach und nach die von der Bundesregierung abgelehnte Lebensmittelampel Realität.

Als Fan der Idee der Lebensmittel-Ampel, finde ich barcoo allein deshalb schon super. Und da ich ja Optimist bin, erfreue ich mich einfach mal an den positiven Aspekten rund um die Anwendung. Außerdem erwarte ich als nächsten Innovationsschritt die Augmented Reality App von barcoo ;-)

Geo-Wissen ist wertvoll … nicht nur wirtschaftlich

So wie Lalitesh Katragadda es in diesem Video beschreibt, hatte ich die Sache mit der Geokodierung der Welt noch gar nicht gesehen. Klar, dass es in unseren Breiten oftmals eher wirtschaftliche Interessen sind, die die Anreicherung von Informationen auf Karten so beliebt machen. Aber in nicht so entwickelten Ländern und Regionen kann die Anreicherung von Karten durch lokale Informationen vor allem auch im Katastrophenfall extrem wichtig sein.

Wikivoyage – wirklich freie Reiseinformationen

wikivoyage_logo

Die Wikipedia kennen wahrscheinlich die meisten, die sich hin und wieder im Internet informieren. Es gibt aber noch viele weitere Wikis, deren Autoren sich das gemeinschaftliche Sammeln und allen Zur-Verfügung-Stellen von Informationen zur Aufgabe gemacht haben. Dazu gehört das Wikivoyage-Projekt.

Auf der Wikivoyage-Über-uns-Seite ist dazu Folgendes zu lesen:

Wikivoyage, der freie, aktuelle und zuverlässige Reiseführer.

Dieses Projekt hat das Fernziel eines vollständigen und aktuellen weltweiten Reiseführers, dessen Beiträge von Wikivoyagern aus allen Ecken und Enden des Globus stammen.

Wikivoyage möchte dem Bedürfnis Reisender nachkommen, aktuelle Informationen möglichst schnell zu erhalten, was durch Bücher mit ihren naturgemäß langen Produktionszyklen nur schwer zu erreichen ist.

Interessant ist, dass Wikivoyage ein so genanntes Fork-Projekt von Wikitravel ist, deren Rechte an der Domain wikitravel.org an eine US-amerikanische Werbefirma verkauft wurden. Um eventuellen Tendenzen kommerziellen Interessen der neuen Wikitravel-Domain-Rechteinhaber entgegen zu wirken, wurde Wikivoyage von Wikitravel abgespaltet und zudem der in Halle an der Saale ansässige Verein Wikivoyage e.V. gegründet.

Vorbildhaft ist, dass man sich bei Wikivoyage eine unabhängige, transparente und demokratische Organisationsstruktur auf die Fahnen geschrieben hat, um dort zusammengetragenes Wissen auch wirklich dauerhaft allen Menschen zur Verfügung zu stellen. Mit Wikivoyage und den vielen anderen freien Wiki-Projekten, führen uns die Menschen, die an solchen Projekten mitarbeiten und bewusst keinen kommerziellen Vorteil aus ihrem Wissen ziehen wollen, vielleicht gerade in ein neues Zeitalter der Aufklärung. Es würde uns allen gut tun.

Topsy – Die Gesprächsinhaltssuchmaschine

topsy

In der letzten Zeit kamen hier immer häufiger irgendwelche Trackbacks von einer Domain namens topsy.com rein. Als ich dann zur Überprüfung jeweils auf einer Seite mit Tweets landete, dachte ich erst, dass sich da jemand irgendwie automatisiert Traffic mit unseren Inhalten abgreift. Aber bei näherer Betrachtung habe ich dann festgestellt, dass es sich bei Topsy um eine Suchmaschine handelt, die ihre Treffer nicht aus dem Scannen von Webseiten generiert, sondern auf die Verlinkungen in den Konversationen bei Twitter achtet.

Das Beispiel anhand unseres Beitrags über die Pressearbeit bei mixxt.de zeigt recht gut, wie Topsy funktioniert.

Topsy verfolgt einen interessanten Ansatz, da es die Nutzer über die Popularität bzw. Relevanz bei Twitter zu den interessantesten Inhalten bzgl. einer Suchanfrage führt. Auch nett: Man kann bei Suchanfragen, die viele Treffer hat … wie zum Beispiel nach “Zensursula” … die angezeigten Suchtreffer auch auch Zeiträume wie in der letzten Stunde, Tag, Woche oder Monat einschränken.

Weiter bekommt man zudem weiterführende Informationen zum Suchbegriff, wie etwa die relevantesten Twitterer zum Thema und für wie einflussreich Topsy den jeweiligen Twitterer hält.

Ich glaube, dass Topsy da eine spannenden Idee hatte. Denn die so genannten “Streams” der Menschen im Web werden meiner Ansicht nach immer wichtiger und sind zudem das, was uns dem großen Traum nach einer semantischen Suche im Netz wieder etwas näher bringt.

scribd.com – Eigene Dokumente vermarkten

scribd

Ich bin mir ziemlich sicher, dass vieles auch irgendwie anders gehen könnte. Dies bezieht sich nicht nur auf das, was uns das Internet an neuen Möglichkeiten bietet, aber vor allem hier tun sich besonders viele Optionen auf.

Eine weitere davon ist scribd.com. Hier kann man ohne (klassischen) Verlag seine Dokumente veröffentlichen und damit … wenn man mag … auch etwas Geld verdienen.

Wie es sich für einen Online-Dienst aus dem Web2.0-Umfeld gehört, hat der Autor bei scribd.com die Möglichkeit, zu entscheiden, ob er seine Dokumente verkauft oder unter einer Creative Commons Lizenz zu seinen Bedingungen kostenfrei zugänglich macht.

Weiterführende Infos zu scribd.com gibt es bei Upload – Magazin für digitales Publizieren und Wikipedia.

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