Böse, coole, kurze URLs
Sind verkürzte URLs (zum Beispiel tinyurl.com oder bit.ly) ein Problem? Stimmt die Behauptung von Joshua Schachter
shorteners are bad for the ecosystem as a whole
Neben Joshua Schachter haben auch Oliver Wagner und Erick Schonefeld sich aktuell mit dieser Frage beschäftigt. In ihren Beiträgen beleuchten sie das Nutzen von verkürzten URLs und die damit verbundenen Gegebenheiten und Gefahren. Es wird beispielsweise die Frage aufgeworfen, was mit verkürzten URLs eines Dienstes passiert, sollte dieser nicht erreichbar sein. Weil die Server aktuell nicht verfügbar sind, weil der Dienst pleite gegangen ist, weil er gehackt wurde,… Außerdem wird auf die Hürden hingewiesen, die sich für den User durch verkürzte URLs ergeben. Der User kann nicht erkennen, wohin diese zeigen. Er kann sich lediglich auf sein Vertrauen zu dem Poster oder den Kontext verlassen, in dem die verkürzte URL gepostet wurde.
Als ein Lösungsansatz wird vorgeschlagen, dass sich Website-Betreiber selbst um kurze, sprechende URLs bemühen sollten, wie es bei einigen Anbietern, wie zum Beispiel Brightkite auch schon der Fall ist. Ist dies nicht möglich, wie beispielsweise bei Karten-Anwendungen, die auf bestimmte Parameter in der URL nicht verzichten können, dann könnten Website-eigene Verkürzungsmechanismen Abhilfe schaffen. Da besonders twitter zum Erfolg der verkürzten URLs beigetragen hat, sollte auch dieser Dienst eine Alternative anbieten. Denkbar wäre hier laut Schonefeld die Möglichkeit, Worte mit Links zu versehen.
An dieser Stelle wurden nur kurz einige der Gedanken von Joshua Schachter, Oliver Wagner und Erick Schonefeld aufgegriffen. Neben deren ausführlicheren Beiträgen ist auch die Umfrage von TechCrunch zum Thema (siehe Keyvisual) sehr interessant. Im Moment sind 58% der TechCrunch-Leser der Meinung, dass verkürzte URLs eine Gefahr darstellen.
von Katrin Schneider
CeBit zeigt Zukunft der Berichterstattung
Vielleicht kommt das ja jetzt einem kleinen Outing nahe, aber ich war noch niemals auf der CeBIT. Was wohl auch noch nie weniger schlimm war, wie in diesem Jahr. Warum? Der Citizen-Journalism macht es möglich. Von der CeBIT wird nämlich nicht nur von den klassischen Medien berichtet, sondern es wird auch direkt auf der gebloggt und getwittert, es werden Bilder bei Flickr und Twitpic hochgeladen, Video bei Youtube eingestellt und Live vom Handy gestreamt. Eine solche, auf so breiter Basis stattfindende Berichterstattung hat es auch auf so einer Innovationsmesse wie CeBIT nicht gegeben.
Doch was das Allerbeste ist, es gibt nun auch einen direkten Kanal von Leuten wie mir, die nicht auf der CeBIT sind und Leuten, die dort vor Ort sind. Dies ist eine echte Bereicherung und, wie ich finde, ein kleiner Vorgeschmack auf die Zukunft der Berichterstattung.
von Matthias Zellmer
WiaWeg – Wissenswertes am Weg
“Der Weg ist das Ziel” … dieses Sprichwort ist mir als erstes eingefallen, als ich auf die Website WebWia kam. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass man sich auch für die allgegenwärtigen Info-Schilder am Wegesrand interessiert. Denn auf die hat es WiaWeg abgesehen:
Wissen am Weg bringt wissenswerte Informationen, die überall unterwegs fotografiert werden können, ins Internet. Die Wissensthemen sind breit gefächert und reichen von Architektur bis Zoologie. Jeder kann Bilder hochladen und diese mit Schlagworten, Kommentaren und Geo-Informationen versehen.
Ich finde die Idee von WiaWeg ganz sympathisch. Doch ist der Anwendungsfall nicht eigentlich genau andersrum? Ich bin irgendwo und würde gerne … zum Beispiel via mobilem Web … Infos zu dem Ort bekommen?
Via Web2null.de
von Matthias Zellmer
Web2.0 – Startpunkt der Differenzierung

In den vergangenen Tagen haben wir in der Agentur mal wieder über den Begriff Web2.0 diskutiert bzw. über das, was auf das Web2.0 folgen mag. Der Auslöser war ein Paper, welches den Begriff Web3.0 enthielt. Die Diskussion war durchaus interessant und lies mich mit der Erkenntnis zurück, dass es sowas wie das Web3.0 niemals wirklich geben wird.
Die hinter dieser Erkenntnis liegende Argumentation basiert darauf, dass es sich bei dem Web2.0 vor allem um eine Änderung der Wahrnehmung des Webs handelt. Das Web2.0 ist meiner Ansicht nach der Startpunkt der Differenzierung dessen, was Tim Berners-Lee ursprünglich mal als das World Wide Web bezeichnet hat. Das Web in den Kinderschuhen war an sich ja auch noch als ein Ganzes wahrzunehmen. Seit einiger Zeit ist das nicht ohne weiteres mehr möglich.
Spricht man mit Vertretern den verschiedenen Nutzer- bzw. Interessengruppen über das Web2.0 so bekommt man die unterschiedlichsten Schagworte aufgetischt, wie etwa:
- User: Facebook, Wikipedia, RSS, …
- Entwickler: Ajax, Rich Internet Application, …
- Marketing: Grassroot-, Viral-Marketing, …
- Grafiker: Glitter, Glossy, Verläufe, …
- Konzepter: User Experience, Social Media, …
Diese Auflistung ließe sich fast beliebig erweitern und vertiefen. Aber sie zeigt uns auch schon so, dass es ein Web3.0 nicht geben kann. Jeder dieser und auch der fehlenden Punkte wird sich auf eine eigene Art und Weise weiterentwickeln … oder auch nicht. Wir kennen solche Entwicklungen von vielen technologischen Entwicklungen. So gab es z.B. am Anfang ein bzw. das Automobil. Inzwischen unterscheidet man auf unterschiedlichste Art und Weise … Limousine, Cabrio, SUV, Transporter, LKW, und so weiter und so fort.
Somit bin ich der Ansicht, dass der Begriff Web3.0 maximal aus einem der unterschiedlichen Verzweigungen des Webs kommen kann … dem Marketing.
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Das Foto oben stammt übrigens von *Gräfin und ich hab es bei photocase heruntergeladen.
von Matthias Zellmer
Geo-Coding = Real-World-Tagging

Gestern hat Erick Schonfeld von TechCrunch einen Beitrag geschrieben, in dem er sich mit Tagging und Geo-Coding beschäftigt. Die Quintessenz des Beitrags ist, dass das Versehen digitaler Daten mit Geo-Codes dem Taggen von Web-Inhalten entspricht; aber eben im Kontext der realen Welt.
Ende 2003 haben einige wenige Web-User damit angefangen, in entsprechenden Online-Diensten (zum Beispiel Delicious oder Flickr) Web-Inhalte mit Tags zu versehen. Besonders User Generated Content (UGC), der sonst oftmals nicht kategorisiert oder thematisch geordnet vorliegt, wurde dadurch einfacher durchsuchbar und Informationen wurden für andere User leichter zugänglich.
Seit einiger Zeit beschränkt sich das Taggen nicht mehr nur auf die inhaltliche Komponente von Daten. Über Geo-Coding werden Web-Inhalte in einen Zusammenhang mit Orte der realen Welt gestellt. Geo-Coding entspricht also dem Taggen der realen Welt.
Nahezu alle Online-Dienste, die USG zulassen, bieten die Möglichkeit, Daten mit Geo-Codes zu versehen. Und auch immer mehr Dienste für mobile Endgeräte fügen anfallenden Daten automatisch Geo-Codes hinzu; so zum Beispiel Brightkite oder auch Nokia’s Plazes oder Fried View.
Durch Geo-Coding werden aber nicht nur reale Orte getagt, sondern auch in einen sozialen, zeitlichen und oft auch ereignisbezogenen Zusammenhang gestellt. User posten Daten zu einem einem bestimmten Ort, an dem sie sich aus einem bestimmten Anlass aufhalten, zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Geo-Coding ist mit Sicherheit keine Alternative zum eigenen Erleben der realen Welt. (Irgendwie kommt mir in diesem Zusammenhang der Bordcomputer von Wall-E in den Sinn.) Doch die Daten, die zu einem realen Ort im Web vorliegen, können über Geo-Coding mit diesem verbunden und gefunden werden. Auf diese Weise kann Geo-Coding die eigene (unter Umständen auch erst zukünftige) Wahrnehmung eines Ortes ergänzen.
von Katrin Schneider
glossr.de – Die soziale Begriffsdatenbank
glossr.de ist ein kleines Projekt, um in Gruppen Begriffe zu definieren. Vorzugsweise auf web2.0-affinen Veranstaltungen, wie etwa einem Barcamp oder einer pl0gbar.
Im Kern werden via glossr.de Begriffe definiert, die in der Web-Szene ganz selbstverständlich verwendet werden, aber nicht unbedingt zu allgemeinen Sprachgebrauch gehören. Die Begriffsdefinition darf allerdings nicht länger als 140 Zeichen lang sein … Twitter lässt grüßen. Wenn ich es richtig verstanden hab, werden die Definitionen nach dem Konsens-Prinzip festgelegt.
Was auf glossr.de allerdings noch fehlt, ist eine glossr-konforme Definition von glossr. (Kleiner Aufruf an die nächsten pl0gbars bzw. Barcamps im Land)
von Matthias Zellmer
blip.fm veröffentlicht API
Wie es sich für einen ordentlichen Web2.0 Microblogging-Dienst gehört hat nun auch blip.fm eine API veröffentlicht.
(Was blip.fm ist hat Matthias hier erläutert.)
Aktuell befindet die API sich allerdings noch in private beta. Sie bietet Bibliotheken für ActionScript, JavaScript und PHP. Eine Java Bibliothek ist angekündigt.
Die API ermöglicht es unter anderem Playlists zu erstellen, Songs zu blipen und favorisierte DJ’s und Informationen zu blip-Usern anzuzeigen.
Ich bin mir nicht so sicher, ob das Veröffentlichen einer API für blip.fm Sinn macht. In letzter Zeit findet man bei weitem nicht mehr so viele blips im Twitter-Stream wie etwa noch vor sechs Wochen. Was daran liegen kann, dass bestimmt schon viele User alles geblipt haben, was blip.fm an Songs für sie hergibt …
via TechCrunch.com
von Katrin Schneider
Gute Laune im Vorfeld des Tags der Deutschen Einheit
Link: www.youtube.com
Mehr davon? Youtube, MySpace, Julias Website
Mehr darüber? Spreeblick, wdwip.tv
von Matthias Zellmer
Sweetcron – eigenen Output im Web auf eigener Website darstellen
Bloggen, Microblogging, Social Bookmarking, Social Networking, Social Media Publishing und so weiter und so fort. Immer mehr eigene Inhalte verteilen sich im Web. Um den persönlichen digitalen Output wieder auf einer Seite zusammenzuführen, haben sich solche Dienste wie friendfeed oder lifestream.fm etabliert. Bei diesen Diensten ist es möglich einen Account anzulegen und dort alles chronologisch darzustellen zu lassen, was man so im Web so von sich gibt, was man irgendwo sammelt oder favorisiert. Voraussetzung es muss in aller Regel auch via RSS-Feed abrufbar sein. Aber das ist inzwischen bei fast allem so … im Web2.0.
Dem Lifestreaming hat sich auch Sweetcron verschrieben. Mit dem Unterschied, dass man Sweetcron kein Dienst ist, sondern auf dem eigenen Webserver läuft. Macht Sinn: Meine Inhalte auf meiner Website, unter meiner Domain. Und … wenn man will … mit dem eigenen Layout.
Ein Beispiel für eine Sweetcron-Implementierung findet man bei Yongfook, dem Entwickler von Sweetcron.
Neugierig geworden? Weiterlesen im Upload-Magazin bzw. auch im Dr. Web Magazin Weblog.
von Matthias Zellmer
Von Zeit zu Zeit
Mit Von Zeit zu Zeit hat die Stuttgarter Zeitung zusammen mit dem Stadtarchiv Stuttgart und … uns *smile* … ein neues Webprojekt gestartet.
Von Zeit zu Zeit soll die Geschichte der Stadt Stuttgart aus Sicht seiner Bewohner und Bewohnerinnen zeigen. Dabei sind alle Stuttgarter und Stuttgarterinnen aufgefordert mit ihren Bildern und Geschichten aktiv daran teilzunehmen. Richtig echter User Generated Content also …
Derzeit kommen
Unser Part war die konzeptionelle und technische Unterstützung des Projekts und vor allem die Entwicklung des Screendesigns.
Eigenwerbung … Ende
von Matthias Zellmer








