Long tail statt Mainstream
Claudia Sommer berichtet via Twitter live von der Webciety 2009 in Hannover. Auf dieser offenen Konferenz im Rahmen der diesjährigen Cebit ist eine wichtige Erkenntnis angesprochen worden:
Es wird keinen Mainstream mehr geben – Long Tail rules the world
Ist doch auch irgendwie logisch. In einer vernetzten Welt, in der jeder Mensch einen Knotenpunkt darstellt, sind Konzepte wie etwa “der Mainstream” und das daraus resultierende Broadcasting überholt. Jeder bzw. jede ist seine bzw. ihre eigenen Interessengruppe, denn jeder Mensch ist auch in seiner speziellen Interessenkombination einzigartig. Hier entspricht das Konzept des “Long tails” genau den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Menschen. Ob nun beim Konsum, Entertainment oder bei der Informations- bzw. Wissensgewinnung.
Long Tail rules the world …
von Matthias Zellmer
Heute Web2Null-Stammtisch pl0gbar in Stuttgart
Nun schon zum elften Mal kommen heute Abend um 19 Uhr Freunde des World Wide Webs zur Stuttgarter pl0gbar zusammen. Diesmal im Hüftengold in der Olgastraße 44.
Alle Interessierten sind eingeladen vorbei zu kommen. Gerne auch ganz spontan. Auch wer beim Thema Web vielleicht mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen in seinem Kopf vorfindet, ist herzlich eingeladen. In entspannterer Atmosphäre als auf einer pl0gbar lassen sich erstere kaum in zweitere wandeln.
Wir sehen uns …
von Matthias Zellmer
Twitterlesung aus Hamburg
Leider bin ich ja am Donnerstag Abend ein paar Stunden zu spät in Hamburg angekommen und habe es so leider nicht zur Twitterlesung geschafft. Aber zumindest kann man sich die Lesung nun noch mal auf Video ansehen.
Und ich muss es jetzt einfach mal zugeben: Ich hab mich beim Anschauen besonders gebauchpinselt gefühlt. Denn nicht nur dass das Tweme namens Famouslasttweets, das mir beim Einkaufen bei IKEA eingefallen ist, dort einen eigenen Block bekommen hat, sondern es sind dort auch noch zwei dementsprechende Tweets von mir gelesen worden. ;-)
von Matthias Zellmer
Microblogging Konferenz – ein kurzer Rückblick
Freitag und Samstag fand in Hamburg die erste Microblogging Konferenz (MBC09) auf europäischem Boden statt. Gekommen sind neben zahlreichen Twitter-Nutzern auch ein paar deutsche Web-Promis und einige journalistisch wirkenden Menschen, darunter auch ein Team der Tagesschau bzw. des Nachtmagazins. Und ich hab mich auch auf den langen Weg in den schönen Norden unseres Landes gemacht.
Die Konferenz wurde dankenswerterweise von ein paar Sponsoren finanziell unterstütz. Darum will ich mich auch gar nicht groß darüber beschweren, dass am ersten Tag der Redeanteil der Sponsoren-Vertreter reichlich hoch war. Das hat mir die Möglichkeit gegeben, hinter den Kulissen ein paar sehr aufschlussreiche Gespräche zu führen.
Die Organisatoren haben mit der MBC09 versucht, eine Mischung aus klassischer Konferenz und Barcamp hinzubekommen. Das ist ihnen aber meiner Meinung nach erst am zweiten Tag so richtig gelungen. Was rückblickend durchaus in Ordnung war, obwohl eigentlich eine stärkere Vermischung der klassischen Konferenz- und der Barcamp-Elemente angedacht war. So war ich am Freitag auf der Microblogging-Konferenz und am Samstag auf dem Microblogging-Barcamp.
In meiner Wahrnehmung lag der thematische Schwerpunkt am Freitag eindeutig auf der Monetarisierung des Phänomens Microblogging und seiner Nutzung im Unternehmenskontext. Samstag kam dann zudem eine deutlich soziokulturelle Note auf. Da ging es nun etwa auch um die Vernetzung von Musikern oder die Möglichkeiten, die sich nun zum Beispiel durch Twitter auch für die Politik auftun.
Auch sehr interessant fand ich die letzte Session, in der dann in kleinen Diskussionsgruppen die Frage diskutiert wurde, was würde “meine” Mutter nach einem halben Jahr wertschätzender Twitter-Nutzung zu dem Dienst sagen? Wie würde sie Twitter nutzen?
Abschließend kann ich sagen, dass ich zufrieden und mit einem Kopf voller Erkenntnisse und Ideen aus Hamburg zurückgekommen bin. Mir wurde zudem noch mal deutlich gemacht, wie Neu und Unentdeckt das ganze Feld des Microbloggings eigentlich noch ist. Und doch bin ich überzeugt, dass Microblogging einmal eine weitere Säule unserer elektronischen Kommunikation wie die Telefonie und dem E-Mailen werden wird.
Nachtrag: Das Bild oben wurde übrigens von Nicole Simon aufgenommen.
von Matthias Zellmer
social web – ungeheuer und spannend
Wie vor ein paar Tagen angekündigt war ich gestern Abend zu Gast am Stuttgarter Standort der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (mhmk), um dort der Diskussionsrunde Social Web – Chance oder Gefahr? zu lauschen.
Zu Beginn der Veranstaltung haben zwei Studenten der Hochschule ihre Studie vorgestellt, die der Veranstaltung dann auch ihren Namen gab. Die Erkenntnisse daraus dienten anschließend als Grundlage für die von Thomas Döbler moderierten Diskussionsrunde. Auf dem Podium sassen dazu:
- Castulus Kolo
- Wolfgang Gushurst
- Oliver Gassner
- Thomas Rathgeb
- Roland Weber
- Marc Esslinger
- Oliver Berger
Was man der Diskussion deutlich angemerkt hat, da sassen ausschließlich Männer auf dem Podium, die ihre Brötchen mit dem Web verdienen … und das heißt heute auch fast schon zwangsläufig: mit dem Social Web. Einige haben dabei ihren Weg gefunden, andere suchen offensichtlich noch. Dabei hat Suchen auch viel mit Verstehen zu tun. Jedoch gerade die klassischen Massenmedien tun sich offensichtlich noch schwer mit dem Social Web.
Ein diesbezüglich entscheidender Punkt wurde gestern auch angesprochen: Das Social Web bedient im Bezug auf die Inhalte und Themen den so genannten Long Tail. Hier kann sich der Schmetterlingsfreund genauso gut mit Seinesgleichen austauschen, wie die Fans von Britney Spears. Jede noch so kleine Nische wird im Social Web ebenso abgedeckt wie der größte Hype. Nur das der Anklang beim Hype immer deutlich größer ist … und damit der Nachhall.
Doch will man die Masse erreichen, wie es die klassischen Medien sich all zu oft auf die Fahne geschrieben haben, so muss man möglichst weg vom den Nischen des Long Tails und hin zum Hype. Dazu muss man schnell und originell sein. Aber wenn man sich nur des Nachhalls bedient, fängt es oft an beliebig zu werden. Wenn ich jetzt über die Amtseinführung von Präsident Obama überall was lesen, hören oder sehen kann, warum soll ich es dann zum Beispiel unbedingt beim Schwäbischen Tagblatt Online tun? Denn im Gegensatz zu früher bin ich im Web genauso schnell bei den großen Playern wie bei den kleinen. Hier kommt es dann wirklich nur auf die Qualität der Inhalte an. Aber gerade der Qualitätsbegriff ist hier deutlich Auslegungs- bzw. Geschmackssache.
Genauso wie die Antwort auf die Frage, ob das Social Web nun Chance oder Gefahr darstellt. Will man auch unbedingt in 10 Jahren seine Inhalte in einer bestimmten Medienart wie zum Beispiel in Form von Zeitungen an die Interessenten bringen, dann kann es sein, dass man sich damit deutlich einer Gefahr aussetzt. Löst man sich von dem angestammten Medium, so dürften für Menschen, die ihr Handwerk beherrschen, die Chancen überwiegen. Die Organisationsstrukturen werden sich sicher ändern, aber die Menschen, die jetzt schon gute Inhalte produzieren können, werden dies auch in Zukunft noch davon leben können. Sie sollten eben bereit sein, einen deutlichen Paradigmenwechsel mitzumachen.
Aber zurück zur Veranstaltung. Leider sind viel Aspekte des Social Webs nur am Rande oder gar nicht angesprochen worden. Wie wird sich die vernetzte Gesellschaft entwickeln? Wie wird sich die Verwaltung einer solchen Gesellschaft entwickeln (können), also die Politik? Wann werden wir nicht mehr von dem Social Web als einem Jugendphänomen hören müssen? Alles in allem wäre es meiner Ansicht nach besser gewesen, wenn im Titel von Social Media statt von Social Web gesprochen worden wäre. Aber auch das zeigt, dass wir im Bezug auf dieses Themengebiet noch ganz am Anfang stehen.
Nachtrag: Weitere Beiträge zur Veranstaltung findet man bei Dirk Barchmann und Melanie Gottschalk. Zudem kann man sich auch noch mal die Twitter-Nachrichten zur Veranstaltung ansehen. Denn es wurde ganz webzweinullig während der Veranstaltung getwittert … sogar direkt vom Podium!
Update: Inzwischen gibt es auch noch einen interessanten Rückblick von Oliver Berger, einem der auf dem besagten Podium sass.
von Matthias Zellmer
Diskussionsrunde in Stuttgart: Social Web – Chance oder Gefahr?

Am kommenden Mittwoch, dem 21. Januar 2009, findet ab 17:00 im Castello im Stuttgarter Römerkastell eine Diskussionsrunde zum Thema Social Web – Chance oder Gefahr? statt.
Die Basis für die Diskussion von sechs Experten liefert eine Studie von Studierenden der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation.
Ich bin schon mal sehr gespannt auf die Diskussion, auch wenn mir der Name der Veranstaltung etwas zu reißerisch gewählt wurde. Aber ich bin ja kein Kommunikationsexperte …
Anmeldung via Xing und gefunden bei Jan.
von Matthias Zellmer
Microblogging – Short message networking

Da ich in gut zwei Wochen zur Microblogging-Konferenz MBC09 in die schöne Hansestadt Hamburg reisen werde, möchte ich mich in der Zwischenzeit gerne mit ein paar Aspekten rund um das Thema Microblogging beschäftigen. Doch für diejenigen, denen der Begriff so nichts oder nicht viel sagt, möchte ich mit ein paar einführenden Zeilen zum Thema starten.
Microblogging – die Wikipedia schreibt derzeit dazu folgendes:
Mikro-Blogging ist eine Form des Bloggens, bei der die Benutzer kurze, SMS-ähnliche Textnachrichten veröffentlichen können. Die Länge dieser Nachrichten beträgt meist weniger als 200 Zeichen. Die einzelnen Postings sind entweder privat oder öffentlich zugänglich und werden wie in einem Blog chronologisch dargestellt. Die Nachrichten können meist über verschiedene Kanäle wie SMS, E-Mail, Instant Messaging oder das Web erstellt und abonniert werden.
Diese Darstellung ist meiner Meinung nach sehr formal und beschreibt das Phänomen nur sehr unzureichend. Vielen werden aber schon einmal von dem verbreitetsten Microblogging-Dienst Twitter gehört haben. Neben dem es noch zahlreiche weitere Microblogging-Dienste wie zum Beispiel identi.ca oder Jaiku gibt.
Das Microblogging an sich ist auch so manchem web-affinen Menschen ähnlich schwer zu erläutern, wie zum Beispiel meiner Oma das Internet an sich zu erklären … und damit meine ich auch wirklich meine Oma. Denn wenn ich ihr bei einem leckeren Stück Kuchen am Küchentisch vom Internet erzähle, dann sehe ich schnell diesen ausdruckslosen Blick in ihren Augen und versuche in der Regel schnell auf eine anderes Thema überzuleiten. Und ähnlich geht es mir bei vielen Menschen mit Twitter und Co. Formal kann man das Microblogging sicher relativ gut erklären, aber in der Regel trifft man damit eher auf Unverständnis und den fast zwangsläufigen Satz “Und wofür braucht man das Ganze?”.
Dirk Baranek hat ein einer Interview-Reihe ein paar Stuttgarter Twitterern u.a. auch eine ähnliche Frage gestellt: “Wer braucht generell Twitter und wer nicht?”. Recht gut trifft es meiner Meinung nach die Antwort von Anne Catherine, die als Zuckerbäckerin bloggt und twittert:
Brauchen finde ich in diesem Zusammenhang ein etwas sperriges Wort. Twitter ist unheimlich vielfältig einsetzbar, privat wie professionell, und so “gebraucht” jeder twittert auf andere Weise. Privat gesehen: Wer viel unterwegs ist und sich Freunden & Bekannten unkompliziert mitteilen möchte, wer spontan Verabredungen treffen will, wer bestimmte Informationen sucht und schnell (sic!) auf ein großes Netzwerk von Personen zugreifen möchte – der braucht twitter.
Das es sich also beim Microblogging um mehr als einfach nur 140 Zeichen handelt, die man in einen Strom von anderen Nachrichten schiebt, dürften diese Worte schon andeuten. Was es jedoch obendrein noch bedeutet bzw. bedeuten kann, dass möchte ich in den kommenden Tagen anhand von weiteren Beiträgen hier im Netzlogbuch herausarbeiten. Auch um, dann gut vorbereitet nach Hamburg zu fahren …
von Matthias Zellmer
UXcamp Berlin 09 – User Experience zum Anfassen
Seit heute ist der Termin fix: Am 23./24. Mai 2009 findet in Berlin das erste UXcamp statt.
UX steht für User Experience und beim UXcamp werden sich im Stile der Barcamps Menschen austauschen, die im Kern mit den folgenden Themen zu tun haben:
- Information Architecture
- Interaction Design
- Usability Engineering
- Visual Design
- Prototype Engineering
Alle weiteren Informationen zum UXcamp sind auf der zugehörigen Site bei mixxt zu finden. Vielleicht sieht man sich ja dann in Berlin im Mai …
von Matthias Zellmer
RIP Macworld
Die Macworld ist DIE Veranstaltung des Jahres für alle Apple-Jünger. Oder wird es gewesen sein. Denn wie gestern bekannt gegeben wurde, wird im Januar 2009 die letzte Macworld stattfinden. Ab 2010 werden also nicht mehr Anfang des Jahres in einem groß angelegten Event die neuesten Apple-Produkte vorgestellt werden; wie beispielsweise 2007 das iPhone.
Außerdem wird 2009 nicht Steve Jobs die Keynote halten – sondern Philip Schiller, der “senior vice president of Worldwide Product Marketing” von Apple. Auf Grund dieser Tatsache werden erneut Gerüchte laut, dass es um die Gesundheit von Steve Jobs nicht so gut bestellt sein soll.
Was allerdings Fakt ist, ist dass die Ankündigung der Einstellung der Macworld sich bereits auf die Apple-Aktie ausgewirkt hat: die ist um mehr als 3,5% gefallen.
via TechCrunch.com und theNextWeb.com
von Katrin Schneider
Heimspiel der Fantastischen Vier
Heute morgen um 9 Uhr hat der Kartenvorverkauf für das Heimspiel-Konzert der Die Fantastischen Vier angefangen. Katrin und ich habe uns auch gleich mal welche geholt.
Dass es die Fantas nun schon seit 20 Jahren gibt, ist schon wirklich erstaunlich. Aber ich muss zugeben, dass ich die ersten 5 Jahre nicht so mitbekommen habe. Aber spätestens seit Tag am Meer bin ich am Start. Mein persönliches Highlight im Fanta4-Fantum war das Abschlusskonzert ihrer Unplugged-Tour am 21.9.2003 im Stuttgarter Römer-Kastell. Aber sicher nur noch bis zum 25.7.2009. Dann wollen die Fantas ein noch nicht da gewesenes Spektakel auf dem Cannstatter Wasen abziehen. So stand es zumindest im Newsletter von Smudo. Ich bin mal gespannt … und solange gibt es “Millionen Legionen Unplugged”:
Link: www.youtube.com
von Matthias Zellmer








