Stylesheet-Sprache Sass bringt CSS Variablen bei

Wenn man das Programmieren erlernt, dann bekommt man es sofort mit Variablen zu tun. Und das auch aus gutem Grund. Besonders zu schätzen wusste ich zu Zeiten, als ich selbst noch regelmäßig programmierte, immer die globalen Variablen. Auf die war in aller Regel verlass. Da wusste man, wenn ich deren Wert an der Stelle, wo dieser zugewiesen wurde, verändere, dann kann ich sicher sein, dass das auch an allen Stellen, wo sie verwendet werden, ihre Wirkung zeigt. Bei der für das Web so immens wichtigen Stylesheet-Sprache CSS gibt es keine Variablen. Was mich schon immer gestört hat.

Darum (na gut, sicher auch noch aus anderen Gründen) verwenden einige Web-Entwickler Sass. Sass steht für Syntactically Awesome Stylesheets und ist im Prinzip eine syntaktische Vereinfachung von CSS, wie ein Beispiel zeigt, dass ich im zugehörigen Wikipedia-Artikel gefunden habe. Zunächst der Sass-Code:


!link_color = #00F
a
 :color = !link_color

Da seht ihr auch schon den Einsatz von Variablen in Sass. Und das wird daraus, wenn Sass nach dem Coden zu CSS-Code kompiliert wurde:

a {
 color: #00F
}

Sass wird in der Regel gemeinsam mit Haml (HTML Abstraction Markup Language) eingesetzt, was ihrerseits wieder eine in der Syntax vereinfachte Variante von HTML ist. Beide haben gemeinsam, dass die Sprachen nicht nur eine Vereinfachung der Syntax mit sich bringen, sondern auch noch ein paar andere nette Sachen. Bei Sass ist das z.B. das Nesting oder die Mixins. Nestings sind im Prinzip in Selektoren geschachtelte Unter-Selektoren, die bei herkömmlichem CSS unzusammenhängend auf gleicher Ebene im Code untergebracht wurden. Was meiner Ansicht nach alles andere als gut überschaubaren Code erzeugte. Mixins wiederum sind Code-Schnipsel, die man in seinem Code wiederverwenden kann, sogar mit der Möglichkeit Parameter zu übergeben. Obendrein kann man bei Sass auch die Eigenschaften bestimmtet Selektoren an andere vererben.

Alles in allem ein feine Sache, die vor allem das Schreiben von Stylesheet-Code eleganter und schlanker macht. Ambitionierte Entwickler stehen doch auf so etwas, oder?

css-tricks.com … Coder-Website mit Tipps, Tricks und feinen Gestaltungstools

Der Name hat sicher historische Gründe, denn auf css-tricks.com gibt es weit mehr als nur Tricks zum Thema CSS. Besonders interessant finde ich den Download-Bereich. Dort findet man feine Tools zur Gestaltung von Websites aus den Bereichen JavaScript, Layouts/Templates, PHP und natürlich CSS.

Im Bereich JavaScript gibt es zum Beispiel das oben abgebildete InfoGrid, das mir ausgesprochen gut gefällt. Es liefert nämlich einen guten Lösungsansatz für das Problem, wenn eine Info-Tabelle eigentlich zu breit für das Layout der Content-Spalte ist. Weiter gibt es etwa bei den PHP-Sachen eine schicke Darstellung von RSS-Feeds für das iPhone und die Editable CSS3 Photo Gallery liefert eine hübsche Galerie-Ansicht, die auch Menschen mit ästhetischen Ansprüchen gefallen könnte.

Alles in allem ein sehr inspirierende Site, auch außerhalb es Download-Bereichs. Denn dort finden sich interessante Artikel und Screencasts zum Themenbereich, sowie eine ganzer Haufen an so genannten Snippets; das sind kleine, hilfreiche Code-Schnipsel für Entwickler. Außerdem gibt es noch ein Coder-Forum, in das ich aber noch nicht reingeschaut habe.

Pro Webstandards – Heute ist Blue Beanie Day

nlb_bluebeanie

Heute ist der Tag der Webstandards … der Blue Beanie Day 2009. Die blaue Mütze soll heute ein Zeichen setzen für die Einhaltung und Anwendung allgemeiner Webstandards. Denn diese haben das Web überhaupt erst groß gemacht. Und die Einhaltung von Webstandards führt einen sehr schnell auch zu einer verbesserten Barrierefreiheit. Die ja bekanntermaßen erst in zweiter Linie was mit gehandikapten Menschen zu tun hat. Die Barrieren, die sich tagtäglich vor jedem von uns im Web aufbauen können, werden mir derzeit besonders beim Surfen via Handy bewusst.

Wissenswertes zum Thema Webstandards kam man zudem regelmäßig bei den Webkrauts lesen. Und auch das Webstandards Project setzt sich sehr für deren Einhaltung ein.

Wer mehr über die Aktionen zum Blue Beanie Day erfahren möchte, sollte mal auf t3n.de vorbei schauen.

Scrum – Gedränge in der Produktentwicklung

Scrum – Agile Softwareentwicklung

Vor einiger Zeit gab es schon den Link zu Scrum kurz erklärt, heute folgt eine etwas längere Vorstellung des Projekt-Vorgehensmodell Scrum.  Entstanden als Trendreferat für das seitenblick-Team, nun auch im Netzlogbuch. Den ganzen Beitrag lesen »

TED: Tim Berners-Lee über das WWW und seine Zukunft

Vor 20 Jahren erfand Tim Berners-Lee das World Wide Web. In seinem nächsten Projekt möchte er ein Netz für offen zugängliche und verknüpfte Daten schaffen, das für Zahlen das erreichen könnte, was das Web für Wörter, Bilder und Videos geleistet hat: unsere Daten frei zur Verfügung zu stellen und die Art und Weise, wie wir sie verwenden und kombinieren, neu zu gestalten.

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