Websites auf ihre Mobil-Tauglichkeit prüfen

mobilechecker

Wenn wir Websites auf ihre Tauglichkeit im Bezug auf ihre Nutzung mit mobilen Endgeräten testen, dann nutzen wir dazu in aller Regel entweder direkt den mobileOK Checker vom W3C oder das mobiReady Testing Tool.

Bei beiden Tools sollte man aber ausreichend Englisch können und die meisten, der zahlreichen Infos zur Optimierung der Mobil-Darstellung sind nur für versierte Entwickler wirklich verständlich.

Ich persönlich finde mobiReady etwas schicker, auch wenn sie bei den beispielhaft ausgewählten Handys für die emulierten Vorschauen das iPhone nicht dabei haben. Kommt aber bestimmt noch…

Studie: Was gehört auf einer Startseite wohin?

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Zum dritten Mal nach 2003 und 2005 hat in diesem Sommer die eResult GmbH ihre Studie zur Nutzergerechte Startseiten-Gestaltung von Internetauftritten und Online-Shops namens Imagery III durchgeführt und jetzt deren Ergebnisse veröffentlicht. Die Studie als PDF-Dokument kann für für 99.- Euro zzgl. MwSt. online bestellt werden. Ein kostenlose Kurzversion ohne die Interpretationen und Schlussfolgerungen von eResult kann man in deren Download-Bereich herunterladen.

Wie in der Grafik oben am Beispiel der Werbe-Elemente zu sehen ist, gibt es immer wieder Verschiebungen in den Erwartungen der Nutzer, welche zentralen Elemente auf einer Website wo zu platzieren sind. Das und ob die Nutzer ein Element überhaupt auf einer Website erwarten, lässt sich aus dieser Studie recht gut ablesen.

Besonders interessant ist die aktuellste Ausgabe dieser Studie, da diesmal zwischen Online-Shops und anderen Internet-Auftritten unterschieden wurde. So erwarten zum Beispiel immerhin 86,4% bei einem Online-Shop einen Link zu einer Hilfe-Seite, aber nur 63,1% bei einer anderen Website.

Ich empfinde diese Art von Erhebungen als sehr hilfreich. So lassen sich schon früh im Entstehungsprozess einer Website, grundlegende Missverständnisse vermeiden, indem zentralen Elemente im Zweifelsfall eher erwartungsgemäß positioniert werden. Vielleicht kann man sich auch die Umsetzung teurer Funktionalitäten ganz ersparen, da die Nutzer sie sowieso nicht erwarten.

BBC macht interne Java-Script-Bibliothek als Open-Source öffentlich

glow_bbc

Einige mir gut bekannte Menschen, sind immer ganz begeistert, wenn es um die Einstellungsmöglichkeiten für den Nutzer auf der BBC-Website geht. Netterweise hat die BBC nun ihre interne JavaScript-Bibliothek unter dem Namen Glow als Open-Source veröffentlicht.

heise online zitiert den Glow-Produktmanager Stephen Elphson dahingehend, dass die Bibliothek sogar gut dokumentiert sein. Wollen wir mal hoffen, dass das auch so stimmt …

Zur Glow-Website

Das Wochenende auf Robert Basiscs Buzzcamp

buzzcamp

Robert Basic hat am vergangenen Wochenende zum Buzzcamp eingeladen und gut 30 Leute fanden sich dann auch in Bad Homburg ein, um gemeinsam nach dem Open Space Konzept an seiner Projekt-Idee Buzzriders zu arbeiten.

Buzzriders?

Die Grundidee von Buzzriders ist, Lokales ins Web bringen. Und da es unendlich viel Lokales gibt … jede und jeder erlebt doch immer irgendwo etwas, was für das eigene Umfeld interessant ist … müssen im Prinzip alle ran.

Auf Buzzriders soll jeder und jede Meldungen, Berichte und Infos veröffentlichen können und jeder und jede soll aus diesem Pool an Beiträgen wiederum einen eigenen News-Stream erzeugen und weiterführen können. Bis hin zur eigenen kleinen Web-TV-Nachrichten-Sendung.

Und damit zeigt sich, dass die Buzzriders natürlich die ganze Bandbreite an Medienformaten nutzen können, die das Web unterstützt: Text, Bilder, Video, Audio, usw. Und ganz wichtig sind dabei zum einen der lokale Bezug und zum anderen die Möglichkeit themenbezogen zu wirken. Ein Buzzrider kann seinen News-Stream für eine Stadt, einen Stadtteil, ein Dorf oder einen Straßenzug generieren und/oder auf ein Thema bezogen. Da Buzzriders kein Non-Profit-Projekt sein wird, soll es ein Modell geben, nachdem die einzelnen Buzzriders auch ein bisschen was an den von ihnen dort eingebrachten Leistungen mitverdienen können.

Das Camp

Da alle, die zum Buzzcamp kamen, mit einem sehr von einander differenzierenden Kenntnisstand nach Bad Homburg angereist sind, auch was die Vorstellung, wie eine solche Open Space Veranstaltung ablaufen könnte, wurde am Samstag sehr viel diskutiert … und das auch nicht immer zielführend. Für mich war das völlig in Ordnung, denn ich fand, dass so ein gute Klima für Ideen entstanden ist. Der Sonntag verlief dann … mit ein paar weniger Leuten … etwas strukturierter.

Alles in Allem bin ich jetzt mal gespannt, was Robert an Erkenntnisse aus dem Wochenende ziehen wird. Er wird es uns sicher bald mitteilen. Ich für meinen Teil finde seine Vorgehensweise, die komplette Entwicklung von Buzzriders zu öffnen und alle die wollen daran partizipieren zu lassen, sehr interessant. Es wird bis zum Launch bestimmt ein bisschen länger dauern als auf dem konventionellen Weg, aber ich hab so das Gefühl, dass dieser Weg aber auch das passendere Ergebnis liefern wird.

Anne-Kathrin Merz über die Leiden der Web-Schaffenden

mediamind

Was erwartet den neuen Website Betreiber eigentlich?

Diese Frage stellt Anne-Kathrin Merz auf ihrem Blog mediamind in ihrem Beitrag Pflichtveranstaltung für alle diejenigen an den Anfang aller Überlegungen im Bezug auf die Nutzung des Webs, indem sie sagt:

Diese Frage, so denke ich mir, muss lückenlos geklärt sein, bevor irgendein erster Schritt getan und ein Gedanke an einen Internetauftritt verschwendet wird.

Ein lesenswerter Artikel, und zwar nicht nur für die Menschen, die im Endeffekt eine Website gestalten bzw. umsetzen. Sondern auch für alle, die mit dem Gedanken spielen, einen Dienstleister eben mit einer solchen Aufgabe betreuen wollen. Anne-Kathrin hat für die potentiellen Website-Betreiber auch ein Liste mit aufklärenden Punkten zusammengestellt:

  • Wer eine Website möchte, braucht eine Strategie
  • Die Konkurrenz im Web ist noch größer als auf der Straße
  • Der Besucher klickt weg, wenn es ihm nicht gefällt und es wird ihn niemand aufhalten können
  • Pro Suchanfrage gibt es nur einen Platz 1 bei Google
  • Suchmaschinenoptimierung und Marketing geht etwas an
  • Ein CMS macht es einfacher, – mehr aber auch nicht
  • Inhalte schreiben sich nicht von alleine
  • ein erfolgreicher Internetauftritt bedarf einer gewissen Pflege
  • ein lebendiger Internetauftritt bedeutet Verantwortung
  • Usability ist eine Notwendigkeit, positive User Experience ist ein Mehrwert, fehlt beides, ist es ein Killer

Interessant finde ich auch den zugehörigen Kommentar von Wolfgang:

Hört sich doch auch überall so an, als ob es (fast) nichts kostet. Der Web-Editor,die Bildbearbeitung, das CMS …OK, das Hosting kostet ein paar Euro im Monat. Klingt doch toll,oder? Jeder fast umsonst im Internet.

Du hast schon recht, kaufmännisch sauber gerechnet kostet auch eine kleine Web-Site sauber aufgebaut (egal ob nur mit kundigen Angestelten oder mit externer Hilfe) eine hohe 4-stellige Summe. Punkt.

Anne-Katrin und Wolfgang – wie recht ihr doch habt.

Via patrics@twitter

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