pip.io – das Social Web Betriebssystem

pipio

Gestern war wohl der Tag, an dem die große Masse der Geeks und Early Adopters auf pip.io aufmerksam wurde. Denn gestern wurden auf Twitter, Facebook und Co fleißig Einladungen für die Beta-Version dieser Webanwendung verteilt, die ich am ehesten als Social Web Betriebssystems klassifizieren würde.

Zunächst einmal liegt der klare Fokus von pip.io darauf, eine Oberfläche zu bieten, die unterschiedliche Kommunikationsarten und -tools im Social Web bündelt. pip.io bringt von sich aus eine twitterartige Timeline, die mit einigen komfortablen Funktionen versehen wurde. So ist es zum Beispiel möglich die Konversationen mit einer seiner Kontakte (via Reply), die sich bei Twitter unstrukturiert verteilt, sich auch noch mal gebündelt anzeigen zu lassen. Auch ein simples Chatten mit einer Person ist möglich. Zudem kann man bei pip.io auch direkt Bilder, Links und Dateien in seine Nachricht einbinden.

pip.io verfügt zudem über ein Application-Bereich. Hier lassen sich unter anderem Twitter- und Facebook-Accounts anbinden, Youtube-Videos abspielen und eine Art Feedreader einrichten. Schick ist bei pip.io, dass wenn man ein Chat-Fenster oder ein Youtube-Video öffnet, es sich in einem frei verschiebbaren Layer über die Seite legt und man im Hintergrund weiterkommunizieren kann.

Weitere Funktionen sind zum Beispiel die Channels, mit denen sich der Nachrichtenstrom der Kontakte kanalisieren lässt und die Rooms, mit denen sich in geschlossenen Bereichen mit ausgewählten Kontakten kommunizieren lässt.

Einen Eindruck über das Look & Feel von pip.io soll der folgende Screenshot vermitteln:

pipio_screen

Wie zu sehen ist, wirkt pip.io recht bunt und kleinteilig. Mit Sicherheit wäre es sinnvoll, wenn die Macher recht bald Themes für ihr Web-Tool oder zumindest einige Personalisierungsmöglichkeiten anbieten würden. Ein weiterer Kritikpunkt ist eine gewisse Unübersichtlichkeit, die auch der großen Funktionsvielfalt zu zuschreiben ist.

Mir sind gestern einige Äußerungen untergekommen, die versuchten pip.io einzuordnen: Von Facebook- bzw. Google-Wave-Killer bis hin zu ein weiteres Plurk. Wobei es sich bei Plurk um eine sehr visuelle Art des Twitterns handelt, die als sie auf kam als großer Twitter-Konkurrent galt, sich aber nicht durchsetzen konnte.

Für meinen Teil finde ich pip.io einen interessanten Ansatz, der mit eine paar guten Ideen und Funktionen daherkommt. Doch habe auch ich so ein Gefühl, dass es für eine solche Art von Web-Tool vielleicht noch etwas zu früh ist. Beziehungsweise, dass für die Macher von pip.io noch ein paar Hausaufgaben zu machen sind, gerade im Bereich Usability und bei der Optik.

Nachtrag: Ein paar Einladungen habe ich übrigens noch. Wer Interesse hat: Einfach einen Kommentar hinterlassen. Ich schicke dann solange der Vorrat reicht, Einladungen an die im E-Mail-Feld einzutragende Adresse.

StepMap – Karten für den eigenen Gebrauch

stepmap

Manchmal braucht man eine Karte auf einer Webseite. Und oft muss es gar nichts besonderes sein. Grob ein Land oder eine Region angeben, dann ein paar Karten bezogene Infos drauf und gut ist es. Na schön, jetzt sollte die Karte vielleicht noch zur CI passen.

Wer dieses und ähnliche Anforderungen an eine oder mehrere Karten für die eigene Website hat, sollte ich mal Stepmap anschauen:

Mit wenigen Mausklicks zur Wunschkarte. Region wählen, Design personalisieren und mit Texten, Videos und Bildern hinterlegen.

Hier ein kleines Beispiel für eine von mit erstelle Stepmap-Karte:

seitenblick in BaWü
Landkarten erstellen mit StepMap
StepMap
seitenblick in BaWü

Das Ganze gibt es dann dort auch in schön und informativ … wenn man mag ;-)

Beziehungskiste Web 2.0 – wir könnten Film werden

Tillmann Allmer, der einigen im Web auch als tristessedeluxe bekannt ist, möchte einen Film darüber machen, wie sich unser Leben durch die Verlängerung unsere sozialen Aktivitäten im Netz verändern bzw. schon verändert haben. Genaueres beschreibt er im Video oben.

Der dokumentarischen Film mit dem Thema Beziehungskiste Web 2.0 soll nach den Vorstellungen Tillmanns im Rahmen des ZDF-Wettbewerbs Bodybits verwirklicht werden. Dazu braucht er aber genügend Unterstützer beim Online-Voting.

Wer Interesse an einem solchen Film hat, sollte nun mal auf Tillmann Blog Tristesse Deluxe vorbei schauen, denn dort beschreibt genau, wie man für ihn abstimmen kann.

Via Text & Blog

Social Media Revolution Video nun auch in deutscher Sprache

Wir hatten hier vor ein paar Wochen das Original-Video gepostet, nun gibt es dieses auch in deutscher Sprache. Die schriftlichen Texte sind weiterhin in Englisch, aber der Sprecher vom Michael Ehlers Verlag erläutert das Gesagte bzw. Gezeigte.

robo.to – Neue Online-Spielerei

roboto

Bei der neuen Online-Spielerei robo.to nimmt man mit der Webcam ein 4 Sekunden langes Video auf und versieht es mit einem kurzen Text. Bitte korrigiert mich, aber soweit ich das sehe, wird bei den Robo.to-Videos auf den Ton verzichtet … was ich konsequent finde. Das war es dann auch schon … fast. Denn natürlich kann man das Ganze dann auch automatisiert mit Dienste wie Twitter oder Facebook verbinden.

Leider haben die bei robo.to einige Hausaufgaben noch nicht ganz gemacht. So sollte z.B. in dem versendeten Tweet nicht nur der Link auf den gesamten Robo.to-Stream eines Users angezeigt werden, sondern besser direkt der auf das jeweilige Video. Auch nutzen sie nicht die von Twitter angebotene OAuth-Protokoll zur Authentifizierung.

Leider kann ich auch keine Robo.to-Videos vom Handy aus einspielen, da mein Handy die Flash-Anwendung nicht darstellen kann. Ein Non-Flash-Fallback gibt es natürlich auch nicht. Schade, denn Robo.to ist für mich von der ganzen Idee her eher eine Handy-Anwendung. Aber okay, ist ja auch nur so eine Spielerei … und ich mag Spielereien ;-)

Gefunden bei Saripari auf dragstripGirl

25. September 2009
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

YOURLS – weiterer selbst gehosteter URL-Verkürzer

yourls

Nachdem der hier neulich vorgestellte URL-Verkürzungsdienst Shorty nach genauerem hinsehen keinen besonders guten … sprich: sicheren … Eindruck hinterlassen konnte, möchte ich heute mit YOURLS einen weiteren selbsthostbaren URL-Verkürzer in Spiel bringen.

YOURLS ist aber nicht nur ein Dienst, der URLs verkürzen kann, er kommt auch mit einer eigenen API daher und es gibt ihn zudem schon fix und fertig als WordPress-Plugin.

Ich hoffe mal, dass er auch sauber implementiert ist und dadurch weniger Angriffsflächen bietet, als es Shorty scheinbar tut.

Am Wochenende findet das 2. Stuttgarter Barcamp statt

barcampstgt2

Es ist wieder Barcamp in Stuttgart … und darauf freuen sich viele Freunde des Webs schon seit dem vergangenem Jahr … und nicht nur die Stuttgarter.

Wie im vergangenen Jahr wird das Barcamp am Samstag und Sonntag auch wieder bei der MFG im Literaturhaus am Berliner Platz stattfinden. Doch los geht es schon heute Abend mit einer Opening-Party im Café Schlossblick am Schlossplatz. Leider diesmal ohne mich. Dafür bin ich dann aber an den beiden anderen Tagen dabei.

Auch wenn die Themen bei einem Barcamp immer erst recht spontan am jeweiligen Tag festgelegt werden, wird es neben den üblichen Themen rund um IT und Web, diesmal offensichtlich einen deutlichen Schwerpunkt zum Thema Wahlen geben. Ich selbst werde eine Session zum Thema Das Informationszeitalter – Wie wird die Digitalisierung und Vernetzung unsere Gesellschaft verändern? vorschlagen … und bei genügend Interesse auch halten.

Vielleicht sehen wir uns ja auch am Wochenende. Und wenn ihr nicht dabei sein könnt, dann schaut mal bei Twitter nach dem Hashtag #bcs2 oder auf der Barcamp-Stuttgart-2-Seiten bei mixxt vorbei. Zudem werde ich in der kommende Woche hier in jedem Fall vom Barcamp Stuttgart 2 berichten. Versprochen!

Peter Glaser über “Kulturelle Atomkraft”

mushroomcloudegg

Der Wandel vom Industriezeitalter zum Informationszeitalter beschäftigt mich als Thema derzeit ziemlich stark. In meiner täglichen Arbeit und meiner intensiven Auseinandersetzung mit dem dem (Social) Web, bekomme ich es einfach zu extrem mit, wie sich alles verändert oder zumindest zu verändern droht. Ich habe dazu auch schon hier und da meine Meinung zu geäußert, wie zum Beispiel in meinem Beitrag Das Ende der Mitverdiener.

Nun hat sich mit Peter Glaser einer zu diesem Themenkomplex zu Wort gemeldet, der den Sachverhalt deutlich besser auf den Punkt bringen kann. Auf der Website der Berliner Zeitung wurde gestern sein sehr lesenswerter Artikel Kulturelle Atomkraft veröffentlicht. Sein These lautet:

Die Digitalisierung zersetzt alte Medienformen – ihre Atome suchen hitzig nach neuer Synthese.

Und seine daraufhin folgende Aufforderung:

Leute, schmiedet neue Moleküle! Lasst die digitalen Bunsenbrenner glühen.

Recht hat er!


Das Bild stammt von Geoffrey und ich habe es unter einer Creative Commons Lizenz auf Picasa gefunden.

Video: Social Media Revolution

Seit einiger Zeit werde ich das komische Gefühl nicht mehr los, dass diese Sache mit dem Informationszeitalter, dass man mit Lösungen für Industriezeitalter zu gestalten versucht, irgendwie mächtig aus dem Ruder laufen könnte. In diesem Video gibt es mal wieder argumentatives Wasser auf meine Mühlen …

Mugasha – Electronische Musik Online

mugasha

Ich muss sagen, ich fühle mich gerade gut beschallt, denn gerade strömt elektronische Musik durch meine Gehörgänge, die mir mugasha.com liefert.

Dort kann man aus zahlreichen von verschiedenen DJs zusammengestellten Sets auswählen und bekommt dann zum Beispiel so was nettes zu hören, wie die International Departures 007 von Myon & Shane 54.

Fast schon selbstverständlich, nutzt Mugasha einige der Möglichkeiten aus dem Social Media Umfeld. So kann man sich dort schnell und unkompliziert per Facebook Connect einloggen, die Lieder (wenn vorhanden) auch direkt bei iTunes oder Amazon erwerben, seinen Followern u.a. bei Twitter mitteilen, was man gerade auf Mugasha hört und natürlich die Sets bewerten und kommentieren.

So! Ich höre nun einfach mal weiter …

Via web2null.de

24. August 2009
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

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