Werbung während Prozesse ablaufen

flickr_upload

Skyscraper, Wallpaper, Rectangle, et cetera pp … es werden schon reflexartig immer die gleichen Formate ins Spiel gebracht, wenn es um die Bannerwerbung bei Websites geht. Da haben die gängigen Vermarkter genug von in petto und die Anderen machen es ja auch so.

Doch leider zeigen zahlreiche Studien auch, dass vor allem die gängigen Werbeformate nur all zu oft nicht mehr der Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich ziehen können. Ein eindeutiges Indiz, das dies nochmals unterstreicht, ist, dass ich manchmal mit und manchmal ohne AdBlocker im Netz surfe und es in meiner Wahrnehmung lediglich im Bezug auf besonders aggressive Werbung einen Unterschied macht. Nur bei einer Werbemaßnahme war dies in letzter Zeit anders.

Beim Foto-Upload via Webinterface auf Flickr nehme ich auch ganz unaufgeregte Werbung sehr wohl war. Die Seite ist sehr schlicht gehalten und während der Upload-Prozess läuft, verfängt sich das Auge automatisch an dem Werbebanner. Vor allem, wenn es ein kleiner Werbefilm oder eine Animation ist.

Somit kann jedem werbenden Website-Betreiber nur angeraten werden, den eigenen Webauftritt mal auf Prozesse hin zu analysieren, die sich eignen, um mit Werbung versehen zu werden. Es könnte sich lohnen.

Kennst noch jemand vergleichbare Fälle von unaufdringlicher Werbung, die trotzdem ins Auge fällt?

25. November 2009
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

Das Marketing ist tot … es lebe das Marketing

Mit Werbung und Marketing kenne ich mich nicht aus. Das habe ich zumindest bisher jeder erzählt, die mich als Web-Menschen in eine solche Kategorie stecken wollte. Nachdem ich mir jedoch die Rede von Amir Kassaei (siehe das Video oben) auf dem DMMK am 9. Juni dieses Jahres in Berlin angesehen und gehört habe, muss ich diese Selbsteinschätzung vielleicht doch ein wenig revidieren. Vielleicht muss ich einer Person, die mich danach fragt, ob ich mich mit Werbung oder Marketing auskenne, von nun an antworten: Mit der Werbung bzw. dem Marketing, wie du sie bisher erleben musstest, kenne ich mich nicht aus, aber vielleicht kann ich dir was darüber erzählen, wie Werbung und Marketing im Zeitalter des vernetzten All-in-One-Mediums Internet laufen könnte.

Aber warum kenne ich mich plötzlich mit Werbung bzw. Marketing aus? Im Prinzip tue ich das nur, weil ich finde, dass Amir Kassaei recht hat, wenn er davon spricht, dass

das Internet [...] die komplette Branche auf den Kopf stellen [wird].

Kassaei spricht bei seinem sehenswerten Vortrag von einem fundamentalen Paradigmenwechsel durch das Internet. Die Werbung der Zukunft muss den Kunden Orientierung geben, statt sie wie bisher mit Informationen, Produkten, Marken und Versprechen zu überladen. Er ist der Meinung, dass die Awareness tot sei und dass die Relevanz an seine Stelle treten muss. Die Menschen würden inzwischen Werbung “riechen”. Was nichts anderes bedeutet, als dass sie gelernt haben, damit intuitiv umzugehen. Dazu gehört auch, dass sie Werbung auch schlichtweg “ausschalten” können, real via Fernbedienung, Toilettengang oder Ad-Blocker oder auch geistig, nach dem Prinzip “da rein, da wieder raus”. Aber Werbung, die den Menschen relevant vorkommt, wird wahrgenommen. Das kann eine Relevanz durch Nutzen oder Mehrwert sein. Mich erinnert das irgendwie an “unseren” Begriff der User Experience.

Das die Marketing-Blase, von der Kassaei spricht, irgendwann platzen wird, liegt seiner Meinung nach auch daran, dass durch das Internet die kompletten Mechanismen der Werbe-Branche grundlegend gefährdet sind. Sie sind nämlich all zu oft Medium-orientiert. Aber das Internet führt alle Medien nicht nur zusammen, sondern fügt diesen auch noch Rückkanäle hinzu und lässt somit nur noch Spielraum für offene und ehrliche Kommunikation … und Kommunikation findet nun mal zwischen Menschen statt. Kassaei sagt dazu:

Die Menschen sind das Trägermedium schlechthin!

Übrigens bin ich auf das Video dieser Rede via Fischmarkt aufmerksam geworden, dem Blog der Werber Interaktiven von SinnerSchrader. Die es im Kontext des Rücktritts von Kassaei vom Job des Sprechers des Art Directors Club für Deutschland e.V. (ADC) in ihren Blog-Beitrag eingebettet hatten. Scheint wohl so, dass seine Meinung vielleicht doch als zu kontrovers angesehen wird. Aber vielleicht habe ich ja doch keine Ahnung von Werbung und Marketing.

TwittaRound – Auf dem iPhone live sehen, wo und was getwittert wird

Besitzers des neusten iPhones kommen mit TwittaRound vielleicht bald in den Genuss einer ganz besonders schönen Spielerei. Im Videomodus kann man dann die Gegend abscannen und sehen, welche lokalisierbaren Twitterer in der jeweils im Sichtbereich liegenden Richtung Tweets gepostet haben. Wenn ich das richtig verstehe, gibt es aber noch Probleme damit, dass Apple die App akzeptiert, da sie auch auf nicht Apple-APIs zurückgreift.

Mal sehen, was aus TwittaRound wird, die Idee ist mal wieder sehr interessant, denn sie verfolgt, wie die hier schon früher mal vorgestellten Apps Layar und Email’n'walk, den Augmented-Reality-Ansatz … den ich sehr spannend finde. Dieser Ansatz, die mit einer Kamera erfassbare Umgebung, mit irgendwelchen Infos zu ergänzen, dürfte auf vielen Gebieten sinnvoll einzusetzen sein. Wenn ich zum Beispiel vor einem Geschäft stehe, dann könnten mir schon davor die aktuellen Sonderangebote angezeigt werden. Oder wenn ich die Kamera auf ein Werbe-Plakat halte, dann könnte ich viel auch das Video zur Kampagne sehen. Den Anwendungsmöglichkeiten des Augmented-Reality-Ansatz sind sicher nahezu unbegrenzt.

Via gizmodo.de

Tweets mit Folgen?

twerbung

Twemes starten ist gerade schwer In in der Twittersphäre. Es ist der kleine Szene-Spaß, an den man sich ab und an versucht. Und oft genug kommt so ein Tweme daher und man verbringt dann Stunden um Stunden und überlegt sich plötzlich eine geekige #beleidigung2.0 nach der anderen oder durchforstet sein cineastisches Basis-Wissen nach #movietwitter Ideen.

Nun begab es sich auf der MBC09, dass die @zauberfrau Julia und ich uns überlegt haben, dass wir ja gerade auf einer Konferenz zum Thema Microblogging ein Tweme starten müssten. Nach nur wenigen Sekunden war die #twerbung geboren.

Dass dann ein paar Leute auf unseren Tweme-Versuch reagierten fanden wir sehr schmeichelhaft. Doch was muss ich heute bei Oliver Berger auf dem Blog von 13.Stock lesen:

Bei #twerbung ist aber ein interessanter Effekt zu beobachten, denn noch während der MBC09 erhielt ich eine E-Mail von Thomas Promny, der mich nach guten Trendanalyse-Tools und -diensten für Twitter fragte. Nun mag auch dies noch Zufall gewesen sein, aber ich kenne Thomas Promny als einen trendbewussten und online-affinen Unternehmer, der sich zwar oftmals polarisierend, meistens jedoch sehr gewinnorientiert verhält.

Wir stellen uns nun die Frage, welche Gedanken Thomas hatte, als er die Domain twerbung.de für sein Unternehmen adfire gesichert hat.

Interessante Entwicklung, oder?!

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