Falls Sie es nicht wussten: Zitierhilfe bei Wikipedia
Als ich vor gut 5 Jahren dabei war, meine Diplomarbeit zu schreiben, da war es für meine betreuenden Professoren noch undenkbar, dass ich aus der Wikipedia zitieren durfte. Inzwischen dürfte sich der Umgang mit Zitaten aus der Wikipedia in wissenschaftlichen Arbeiten deutlich entspannt haben. Zumal die Wikipedia mit Permanenter Link eine Funktion anbietet, die einen Link eines bestimmten Stands eines Artikels ermöglicht. Auf dieser Funktion setzt auch die Spezialseiten-Funktion Zitierhilfe auf.
Bei der Zitierhilfe handelt es sich um eine
Hilfe zum korrekten Zitieren von Daten, einzelnen Sätzen oder kürzeren Abschnitten aus Wikipedia-Artikeln im Rahmen des Zitatrechts.
Die Zitierhilfen-Funktion Seite zitieren findet man bei jedem Wikipedia-Artikel in der linken Seitenspalte unter dem Punkt Werkzeuge. Auf der jeweiligen Spezialseite zu dem jeweils zu zitierenden Artikel findet man dann die Bereiche:
- Einfache Zitatangabe zum Kopieren
- Bibliografische Angaben für den jeweiligen Artikel
- BibTeX-Eintrag (für LaTex-Nutzer)
Mir war das bis vor kurzem so nicht bewusst. Aber ich finde es wichtig, dass diese immer relevanter werdende Online-Bibliothek sowohl zitierbar ist, wie auch als inzwischen zitierfähig gilt.
von Matthias Zellmer
Videos auf Wikipedia?!
Schon mal ein Video auf Wikipedia gesehen? Nein? Es gibt sie aber. Zum Beispiel hier. Ich muss aber zugeben, dass man schon ganz schön suchen muss, bis man mal ein Video in einem Wikipedia-Beitrag findet. Warum ist das eigentlich so?
Diese Frage haben sich sicher auch die Macher von Let’s Get Video on Wikipedia gestellt. Darum haben sie wohl auch dieses Projekt ins Leben gerufen. Eine ihrer Hauptthesen, warum es so wenige Videos auf Wikipedia gibt, ist offensichtlich, dass viele Leute einfach nicht wissen, wie es geht. Darum gibt es auf Let’s Get Video on Wikipedia auch einen ausführlichen How to post a video Bereich. In dem aber nicht nur das Wie, sondern auch das Mit welchen Hilfmitteln beschrieben wird.
Zudem gibt es dort noch einen Website-Bereich mit Wiki-Videos. Und jetzt wisst ihr auch, wie ich das Wikipedia-Beitrag mit dem Video gefunden habe … ich hab nämlich gar nicht suchen müssen.
von Matthias Zellmer
Lese-Empfehlungen der KW3

In dieser Woche habe ich endlich mal wieder ein bisschen Zeit gefunden, um meinen RSS-Reader etwas nachhaltiger abzuarbeiten. Heißt, dass ich mir auch für das Lesen etwas umfangreichere Beiträge und Artikel mal wieder etwas Zeit hatte. Darum möchte ich heute hier ein paar ausgewählte Beiträge empfehlen:
#1 Das Drama der Relevanz, oder: Warum Offline-Kriterien nicht auf Online-Enzyklopädien angewandt werden sollten
- In diesem Gastbeitrag auf Digiom beleuchtet Regine Heidorn anschaulich die Problematik der Relevanz-Kriterien für Wikipedia-Einträge. Ein gerade für die deutschsprachige Wikipedia wirklich brisantes Thema.
#2 Angst vor Google – Gedanken zu einer Debatte
- Auf KoopTech hat sich Thomas Wanhoff mal die Mühe gemacht, ein paar Thesen aus dem ZeitOnline-Artikel Im Google-Wahn von Susanne Gaschke kritisch zu beleuchten.
#3 Agenda 2010 für digitale Bürgerrechte
- Seit 1990 beschäftigt sich die Electronic Frontier Foundation (EFF) mit der Wahrung der den Bürgerrechten im Cyberspace und hat im Zuge dessen einen Ausblick auf die Entwicklung der digitalen Bürgerrechte für das laufende Jahr vorgenommen.
# 4 Kapitalismus 3.0: Jahrzehnt des kreativen Kapitalismus
- Nicht nur ein Jahr, sondern gleich ein ganzes Jahrzehnt versucht der selbst ernannte Zukunftsforscher Matthias Horx in die Zukunft zu sehen … und Carl Batisweiler berichtet darüber auf wallstreet:online
# 5 Die ganz große Bühne
- In dem Beitrag auf agenturblog.de beschäftigt sich Oliver Wagner nicht mit der Politik oder dem Theater, sondern mit der sehr starken Inhaltsdarstellungsform … nicht nur für Blogs.
von Matthias Zellmer
Morgendlicher Web-Spaziergang

Was ich heute Morgen gemacht habe, prägte in ähnlicher Form irgendwann einmal den Begriff “durchs Web surfen”. Mit meinem RSS-Reader als Ausgangspunkt, habe ich mich durchs Web treiben lassen. Hier die Wegpunkte meines Web-Spaziergangs:
Mein RSS-Reader führte mich zuerst zum Dr. Web Autorenwettbewerb, genauer gesagt zum heutigen Beitrag Das Kaufhausbummeldesign – Wie der Alltag Ihnen bei Design-Ideen hilft. Besonders gut hat mir darin die Metapher “Das Supermarktregal – auf Augenhöhe sein” gefallen. Damit wollte der Autor Björn Dammann noch mal klar machen, dass das jeweils Wichtigste auf jeder Seite auch wirklich “auf Augenhöhe” platziert werden soll. Im Web ist das: Sichtbarer Bereich, Mitte. Eine Anforderung, die das nur all zu oft uniformierte Design vieler Websites nur bedingt bedienen kann. Wir setzen darum immer häufiger auf das Inhaltselement der Bühne.
In dem Artikel wird auf savethechildren.de hingewiesen, mein nächster Anlaufpunkt. Dies ist eine Kinderrechtsorganisation, die sich Themen verschrieben hat, wie weltweit das Überleben und die Gesundheit zu sichern oder auch die Ausbildung von Kindern zu fördern. Gutes und wichtiges Thema.
Mein nächster Anlaufpunkt ist netzwertig.com, wo sich Marcel Weiss mit Twitters für 2010 angekündigter Echtzeit-API Firehose beschäftigt. Marcel geht stark davon aus, dass das Implementieren auf Basis dieser Firehose-API kostenpflichtig und damit zum ersten richtigen Geschäftsmodell von Twitter wird.
Im Webzeugkoffer Blog beschäftigt sich dann Björn Seibert mit minimalistischem Webdesign und verweist auf einen gelungenen Beitrag When Minimalism Backfires: When Too Little Is Not Enough im Webdesigner Depot. Auf dieser Website gefällt mir, dass beim Überfahren des Logos mit der Maus, eine kleine, aber auffällige Info dargestellt wird. Diese macht deutlich, dass wenn man dem Link folgt, man zur Startseite zurück kommt. Eine angenehme Lösung des Problems, dass auch heute noch viele Leute nicht wissen, dass man in aller Regel nach einem Klick aufs Logo wieder zur Startseite der Website zurückkommt.
Ein weiterer Artikel auf Webdesigner Depot informiert mich darüber, dass es eine Wikipedia Usability Initiative gibt und dass man auf Wikipedia über den Try this-Link zu einer Beta-Version der optimierten Wikipedia-Ansicht gelangen kann. Neugierig geworden, schaue ich nach, ob es das auch auf der deutschsprachigen Wikipedia gibt und werde fündig. Der Link Beta ausprobieren am oberen Rand jeder Seite war mir bisher völlig entgangen. Ich beginne mit dem “Betatesten” und habe schon wieder eine Idee für einen weiteren Blogeintrag im Hinterkopf …
von Matthias Zellmer
Wikipedia hat ein Problem mit der Relevanz
Soeben habe ich einen wirklich sehr guten Blogbeitrag gelesen! Pavel von Aggregat7 hat sich im Beitrag 99% aller Deutschen sind irrelevant sehr ausführlich mit dem Relevanz-Problem der deutschen Wikipedia beschäftigt.
Und es geht darin nicht um die Relevanz die die Wikipedia hat, denn inzwischen habe ich auch schon von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten gehört, die Wikipedia-Artikel unter bestimmten Voraussetzungen als Quellenangabe zulassen. Es geht darum, dass für die Zulassung von Artikeln deren Inhalt als relevant gelten muss. Doch wie sehr sich die Geister an diesem Begriff der Relevanz scheiden, das beschreibt Pavel sehr gut … und spricht mir damit zu 100% aus der Seele.
Ich hoffe, dass sich die Wikipedia-Administratoren die Worte von Pavel zu Herzen nehmen und das dort geschriebene ausschließlich als konstruktive Kritik ansehen. Denn die Wikipedia ist wichtig und die freiwillige Arbeit der Wikipedianer ist es nicht minder. Doch warum soll man etwas Gutes nicht auch noch verbessern können?!
von Matthias Zellmer
Wikivoyage – wirklich freie Reiseinformationen
Die Wikipedia kennen wahrscheinlich die meisten, die sich hin und wieder im Internet informieren. Es gibt aber noch viele weitere Wikis, deren Autoren sich das gemeinschaftliche Sammeln und allen Zur-Verfügung-Stellen von Informationen zur Aufgabe gemacht haben. Dazu gehört das Wikivoyage-Projekt.
Auf der Wikivoyage-Über-uns-Seite ist dazu Folgendes zu lesen:
Wikivoyage, der freie, aktuelle und zuverlässige Reiseführer.
Dieses Projekt hat das Fernziel eines vollständigen und aktuellen weltweiten Reiseführers, dessen Beiträge von Wikivoyagern aus allen Ecken und Enden des Globus stammen.
Wikivoyage möchte dem Bedürfnis Reisender nachkommen, aktuelle Informationen möglichst schnell zu erhalten, was durch Bücher mit ihren naturgemäß langen Produktionszyklen nur schwer zu erreichen ist.
Interessant ist, dass Wikivoyage ein so genanntes Fork-Projekt von Wikitravel ist, deren Rechte an der Domain wikitravel.org an eine US-amerikanische Werbefirma verkauft wurden. Um eventuellen Tendenzen kommerziellen Interessen der neuen Wikitravel-Domain-Rechteinhaber entgegen zu wirken, wurde Wikivoyage von Wikitravel abgespaltet und zudem der in Halle an der Saale ansässige Verein Wikivoyage e.V. gegründet.
Vorbildhaft ist, dass man sich bei Wikivoyage eine unabhängige, transparente und demokratische Organisationsstruktur auf die Fahnen geschrieben hat, um dort zusammengetragenes Wissen auch wirklich dauerhaft allen Menschen zur Verfügung zu stellen. Mit Wikivoyage und den vielen anderen freien Wiki-Projekten, führen uns die Menschen, die an solchen Projekten mitarbeiten und bewusst keinen kommerziellen Vorteil aus ihrem Wissen ziehen wollen, vielleicht gerade in ein neues Zeitalter der Aufklärung. Es würde uns allen gut tun.
von Matthias Zellmer
Wissenschaftliche Arbeiten – Wann darf aus Wikipedia zitiert werden?
Als ich 2005 meine Diplomarbeit geschrieben habe, war das Regelwerk im Bezug auf Zitate aus der Wikipedia noch eindeutig: Geht gar nicht!
Auch bei den beiden Diplomarbeiten, die ich in den letzten eineinhalb Jahren betreuen durfte, hatte sich an dieser Maxime noch nicht wirklich viel geändert. Die Empfehlung war: Als erster Anlaufpunkt für eine Recherche ist die Wikipedia wunderbar, aber Zitieren geht immer noch nicht.
Doch der Druck auf die Prüfer von wissenschaftlichen Arbeiten ist wohl inzwischen deutlich angewachsen. Zum Glück hat nun diesbezüglich im vergangenen Herbst an der Zentralbibliothek in Zürich das Kolloquium “Nicht zitierfähig(?) — Wikipedia und Wissenschaft” stattgefunden.
In der Folge dieses Kolloquiums stellte Marc Scheloske von wissenswerkstatt.net klar:
Natürlich ist die Wikipedia zitierfähig! Man muß aber wissen, wie und in welchen Kontexten.
Und dankenswerterweise formulierte er auch einen Leitfaden für die Einschränkungen und Besonderheiten im Bezug auf Zitate aus Wikipedia-Artikeln:
Der Autor muss begründen, weshalb er ein Wikipedia-Zitat verwendet. Stehen (konventionelle) Alternativen zur Verfügung, ist das Wiki-Zitat bloße Bequemlichkeit und nicht legitim. In vielen Fällen dürfte der Faktor Aktualität entscheidend sein. Außerdem darf und muss natürlich aus Wikipedia zitiert werden, wenn sie selbst Gegenstand der Arbeit ist.
Das hört sich meiner Ansicht nach einem guter Kompromiss am. Das findet auch Matthias Schlecker über dessen Blog-Beitrag Zitierfähigkeit: Wikipedia als wissenschaftliche Quelle ich auf dieses Thema aufmerksam wurde.
von Matthias Zellmer
A Unit of Knowledge
Gestern hat Google seine Online-Wissensmanagement Knol veröffentlicht. Im Aufbau und den Features ähnelt Knol seinem Konkurrenten Wikipedia. Doch es gibt einige grundlegende Unterschiede:
- Ein Autor schreibt einen Artikel und kann diesen später selbst bearbeiten. Oder er kann einer Gruppe anderer User das Recht einräumen, diesen zu editieren. Nicht jeder eingeloggte User kann Änderungen vornehmen, wie es bei Wikipedia der Fall ist.
- Zu einem Knol – also einem Thema – können aber mehrere Artikel angelegt werden. An dieser Stelle befürchtet TechCrunch-Autor Jason Cincaid, dass es zu populären Themen eine wahre Flut von Artikeln geben wird, da jeder, der sein Wissen kundtun möchte, im Worst-Case einen eigenen Artikel schreibt.
- Autoren können für ihre Artikel angeben, ob die darin enthaltenen Inhalte der Creative Commons-Lizenzen unterliegen sollen oder der restriktiven Copyright-Lizenz, die weiteres Nutzen der Inhalte verbietet.
Durch das Anbieten der Copyright-Lizenz erhofft sich Google laut heise online, auch Experten anlocken zu können, die sonst ihre Texte aus der Angst heraus nicht veröffentlicht würden, ihre Inhalte könnten gestohlen werden. Des weiteren können Autoren mit ihren Artikeln auf Google Knol Geld verdienen, indem sie dort AdSense-Anzeigen platzieren.
Via techcrunch.com und heise.de
von Katrin Schneider






