Wikivoyage – wirklich freie Reiseinformationen

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Die Wikipedia kennen wahrscheinlich die meisten, die sich hin und wieder im Internet informieren. Es gibt aber noch viele weitere Wikis, deren Autoren sich das gemeinschaftliche Sammeln und allen Zur-Verfügung-Stellen von Informationen zur Aufgabe gemacht haben. Dazu gehört das Wikivoyage-Projekt.

Auf der Wikivoyage-Über-uns-Seite ist dazu Folgendes zu lesen:

Wikivoyage, der freie, aktuelle und zuverlässige Reiseführer.

Dieses Projekt hat das Fernziel eines vollständigen und aktuellen weltweiten Reiseführers, dessen Beiträge von Wikivoyagern aus allen Ecken und Enden des Globus stammen.

Wikivoyage möchte dem Bedürfnis Reisender nachkommen, aktuelle Informationen möglichst schnell zu erhalten, was durch Bücher mit ihren naturgemäß langen Produktionszyklen nur schwer zu erreichen ist.

Interessant ist, dass Wikivoyage ein so genanntes Fork-Projekt von Wikitravel ist, deren Rechte an der Domain wikitravel.org an eine US-amerikanische Werbefirma verkauft wurden. Um eventuellen Tendenzen kommerziellen Interessen der neuen Wikitravel-Domain-Rechteinhaber entgegen zu wirken, wurde Wikivoyage von Wikitravel abgespaltet und zudem der in Halle an der Saale ansässige Verein Wikivoyage e.V. gegründet.

Vorbildhaft ist, dass man sich bei Wikivoyage eine unabhängige, transparente und demokratische Organisationsstruktur auf die Fahnen geschrieben hat, um dort zusammengetragenes Wissen auch wirklich dauerhaft allen Menschen zur Verfügung zu stellen. Mit Wikivoyage und den vielen anderen freien Wiki-Projekten, führen uns die Menschen, die an solchen Projekten mitarbeiten und bewusst keinen kommerziellen Vorteil aus ihrem Wissen ziehen wollen, vielleicht gerade in ein neues Zeitalter der Aufklärung. Es würde uns allen gut tun.

Wissenschaftliche Arbeiten – Wann darf aus Wikipedia zitiert werden?

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Als ich 2005 meine Diplomarbeit geschrieben habe, war das Regelwerk im Bezug auf Zitate aus der Wikipedia noch eindeutig: Geht gar nicht!

Auch bei den beiden Diplomarbeiten, die ich in den letzten eineinhalb Jahren betreuen durfte, hatte sich an dieser Maxime noch nicht wirklich viel geändert. Die Empfehlung war: Als erster Anlaufpunkt für eine Recherche ist die Wikipedia wunderbar, aber Zitieren geht immer noch nicht.

Doch der Druck auf die Prüfer von wissenschaftlichen Arbeiten ist wohl inzwischen deutlich angewachsen. Zum Glück hat nun diesbezüglich im vergangenen Herbst an der Zentralbibliothek in Zürich das Kolloquium “Nicht zitierfähig(?) — Wikipedia und Wissenschaft” stattgefunden.

In der Folge dieses Kolloquiums stellte Marc Scheloske von wissenswerkstatt.net klar:

Natürlich ist die Wikipedia zitierfähig! Man muß aber wissen, wie und in welchen Kontexten.

Und dankenswerterweise formulierte er auch einen Leitfaden für die Einschränkungen und Besonderheiten im Bezug auf Zitate aus Wikipedia-Artikeln:

Der Autor muss begründen, weshalb er ein Wikipedia-Zitat verwendet. Stehen (konventionelle) Alternativen zur Verfügung, ist das Wiki-Zitat bloße Bequemlichkeit und nicht legitim. In vielen Fällen dürfte der Faktor Aktualität entscheidend sein. Außerdem darf und muss natürlich aus Wikipedia zitiert werden, wenn sie selbst Gegenstand der Arbeit ist.

Das hört sich meiner Ansicht nach einem guter Kompromiss am. Das findet auch Matthias Schlecker über dessen Blog-Beitrag Zitierfähigkeit: Wikipedia als wissenschaftliche Quelle ich auf dieses Thema aufmerksam wurde.

10. Februar 2009
von Matthias Zellmer
Profilbild von Matthias Zellmer

A Unit of Knowledge

Gestern hat Google seine Online-Wissensmanagement Knol veröffentlicht. Im Aufbau und den Features ähnelt Knol seinem Konkurrenten Wikipedia. Doch es gibt einige grundlegende Unterschiede:

  • Ein Autor schreibt einen Artikel und kann diesen später selbst bearbeiten. Oder er kann einer Gruppe anderer User das Recht einräumen, diesen zu editieren. Nicht jeder eingeloggte User kann Änderungen vornehmen, wie es bei Wikipedia der Fall ist.
  • Zu einem Knol – also einem Thema – können aber mehrere Artikel angelegt werden. An dieser Stelle befürchtet TechCrunch-Autor Jason Cincaid, dass es zu populären Themen eine wahre Flut von Artikeln geben wird, da jeder, der sein Wissen kundtun möchte, im Worst-Case einen eigenen Artikel schreibt.
  • Autoren können für ihre Artikel angeben, ob die darin enthaltenen Inhalte der Creative Commons-Lizenzen unterliegen sollen oder der restriktiven Copyright-Lizenz, die weiteres Nutzen der Inhalte verbietet.

Durch das Anbieten der Copyright-Lizenz erhofft sich Google laut heise online, auch Experten anlocken zu können, die sonst ihre Texte aus der Angst heraus nicht veröffentlicht würden, ihre Inhalte könnten gestohlen werden. Des weiteren können Autoren mit ihren Artikeln auf Google Knol Geld verdienen, indem sie dort AdSense-Anzeigen platzieren.

Via techcrunch.com und heise.de

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