Metropolis Directors Cut

Die Cineasten unter uns dürfen sich freuen: Die bisher als verschollen geltende ursprüngliche Version von Fritz Langs Klassikers “Metropolis” ist aufgetaucht. Paula Félix-Didier entdeckte das als verloren geglaubte Material im Museumsarchiv des “Museo del Cine” in Buenos Aires und sorgte damit für eine kleine mittlere Weltsensation. Filmgutachter, denen die Urversion vorgestellt wurde, haben bereits deren Echtheit bestätigt.

Hier gibt es nähere Infos und hier die ganze Geschichte.

Was das mit dem Web zu tun hat?
Nichts. Na und? Ich freue mich trotzdem…

Podcast-Empfehlung: Interview mit bloggender Ärztin

Radio-G-Logo

Ich hatte es schon im Netzlogbuch-Twitter-Feed gepostet, der hier auch in der Sidebar unter By the way dargestellt wird, aber bevor es vielleicht untergeht, will ich es hier noch mal erwähnen. Vergangenen Dienstag habe ich einem sehr informativen, kurzweiligen und hörenswerten Podcast von Radio-G lauschen dürfen, in dem Michael Meinhardt die bloggende Ärztin Dr. Sarah Schons aus Düsseldorf interviewt hat.

Das Interview hatte das, was man z.B. bei TV-Sendungen wie Anne Will oder im gleichgeschalteten Quoten-Radio derzeit vergeblich sucht … wie etwa Tiefgang, Ehrlichkeit, Humor und Klartext. Und auch thematisch gingen die Beiden auf scheinbar Alles ein, was derzeit im Gebiet der Gesundheit Relevanz hat: Ernährung, Gesundheitssystem, Politik, Forschung & Lehre, Pharmaindustrie und vieles mehr …

Hab mich selten so über einen Podcast gefreut und möchte ihn jedem wärmstens an Herz legen … wirklich.

duelity – splitscreen

Hinter dem vielsagenden Titel duelity verbergen sich zwei fabelhafte Animationsfilme der Studenten Marcos “Boca” Ceravolo and Ryan Ulrich von der Vancouver Film School zum Thema “Entstehung der Welt”. Über die ohnehin interessante direkte Gegenüberstellung der kreationistischen und evolutionstheoretischen Betrachtungsweisen hinaus, vertauschen die Studenten die jeweils angestammten Sprach- und Darstellungsformen.

Die kreationistische Perspektive bedient sich einer wissenschaftlichen Sprache und modellhafter, cleaner Grafik, während beim evolutionstheoretischen Blickwinkel eine bildmalerische Sprache historisch anmutende Collagen und Illustrationen im “Kirchenfensterstil” unterstützt. Blitzsauber animiert und in Szene gesetzt ergibt sich eine gleichsam intelligente und unterhaltsame Gegenüberstellung beider Perpektiven.

Zu sehen ist das Ganze auf duelity.net und ich würde empfehlen, sich unter watch > duelity (es gibt leider keinen Direktlink) gleich beide Filme parallel anzuschauen oder sie sich direkt als Quicktime herunterzuladen. Im Blog kann zudem Kommentiert Gratuliert werden.

via motionographer, coolhunting

Kreativität ist nicht illegal

Kreativität ist nicht illegal

Wow! Jetzt bin ich aber beeindruckt. Danke an René, der mittels Spreeblick auf den Vortrag des US-Jura-Professors Lawrence Lessig hingewiesen hat.

In Larry Lessigs Vortrag auf TEDTalks geht es um Revolutionäres. Es geht um die Kids, die sich das Web zu Nutze machen, um dort … mit dem was aktuell für jeden technisch möglich ist … kreativ zu werden. Im Sinne von Paul McCartneys “Take a sad song and make it better” aus “Hey Jude”, nehmen sich die von Lessig beschriebenen Kids das was sie im Web, auf Ton- und Datenträgern finden und machen was (besseres?) daraus. Doch das ist eigentlich illegal. Es gibt ja Copyright. Doch dem widerspricht Lessig: Kreativität darf nicht illegal sein!

Larry Lessigs Vortrag ist beeindruckend, lustig und vor allem aufschlussreich. Unbedingt anschauen … jede Minute.

Bringt Rapid Prototyping die Versandrevolution?

Bringt Rapid Prototyping die Versandrevolution?

Die Abfahrt zum Geburtstag des Patenkinds steht unmittelbar bevor und du hast noch kein Geschenk für den Kleinen? Wie schön wäre es dann, einen Drucker zu haben, der schnell mal die neuste Harry-Potter-Figur aus dem Internet ausdruckt? Nicht auf Papier, sondern in 3-D als Plastikmodell.

Science fiction? Nein, das Prinzip des schon in den 1980ern bekannt gewordenen Rapid Prototyping schickt sich an, das Raumschiff Enterprise zu verlassen, um in unserem Alltag aufzutauchen.

[...] die Technologie [hat sich] enorm weiterentwickelt. Inzwischen können in kürzester Zeit selbst Kleinserien von stählernen Teilen mit Stückzahlen bis zu 25.000 gefertigt werden, deren Qualität herkömmlich produzierten kaum noch nachstehen. Aus Rapid Prototyping ist Rapid Manufacturing geworden.

Das Thema ist so interessant, dass Neil Gershenfeld in seinem Buch “FAB: The Coming Revolution on Your Desktop” schon von einer bevorstehenden Revolution spricht und Moritz Sauer und Niels Boeing ihm da beipflichten.

Bin mal gespannt, wann ich meine Raclette-Schaber nicht mehr bestellen muss, sondern sie nur noch ausdrucken brauche.

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