Online-Shop auf WordPress-Basis
Das Weblog-Publishing-System WordPress überrascht mich immer wieder. Diesmal bin ich bei Dr. Web auf das WordPress e-Commerce Plugin von Instinct gestolpert. Was kann WordPress eigentlich nicht?
von Matthias Zellmer
Wie man heute ein Webprojekt aufzieht
Gerade habe ich voller Begeisterung auf tweal.net die Beschreibung “Infos zum Projekt: tweal – ein Microdeal Twitter Mashup” gelesen. Da hat sich Sven Wiesner, der Mann hinter tweal.net, hingesetzt und einfach mal beschrieben, wie er das Projekt an den Start bekommen hat. Und zwar ohne großartige Programmierkenntnisse und im Kern nur auf Basis von WordPress und Twitter und deren Erweiterungen und Plugins, die sowieso irgendwo im Web rumliegen.
Schaut es euch an und saugt den Spirit des dort Beschriebenen in euch auf. Denn dann wisst ihr wieder ein Stück mehr von dem, was man euch unter den Schlagworten Web2.0 oder Social Web tagtäglich um die Ohren haut. Respekt Sven!
von Matthias Zellmer
Netzlogbuch läuft nun auf WordPress 2.7
Wir haben es getan! Auch das Netzlogbuch läuft nun auf WordPress 2.7. Und ich bin erst einmal sehr zufrieden.
Das Backend sieht nun viel besser aus … irgendwie zweinullig. Es wirkt auch aufgeräumter. Die Navigation ist nun nicht mehr horizontal angeordnet, sondern wieder klassisch links in einer Spalte. Und wer mehr Platz in der Inhaltsspalte braucht, kann die Navigation auch noch minimieren.
Auch schön: Trotz installiertem FlashPlayer10, der den komfortablen Upload von Bildern in der 2.6er Version verhinderte, kann man jetzt wieder ganz fix Bilder hochladen. Auch zwei weitere Punkte, die mich beim Bild-Upload gestört haben, sind nun geändert: Standardmäßig ist nun keine Link-URL vorausgefüllt und das Bild in der vollen Größe einbinden ist nun vorausgewählt. Nur Kleinigkeiten, aber sie ersparen mir bei jedem Artikel mindestens zwei überflüssige Klick.
Ansonsten sind es viele kleine Details die mir aufgefallen sind. Etwa die “Direkt bloggen”-Funktion unter Werkzeuge oder das beim Tippen kontinuierlich die Anzahl der geschrieben Wörter mit gezählt wird.
Auch nötigt es mir schon eine gehörige Portion Respekt ab, wenn ich so sehe wie einfach ein Versionsupdate … auch von einer solchen Tragweite … bei WordPress abläuft. Paket runterladen, bis auf den Ordner “wp-content” alles im betreffenden Verzeichnis auf dem Webserver überschreiben, im Backend einloggen und per Klick die Datenbank aktualisieren lassen. Fertig!
Ich bin zufrieden.
von Matthias Zellmer
Soziales Netzwerk auf Basis von WordPress?
Schon seit Ende 2007 wird immer wieder darüber nachgedacht, ob sich ein soziales Netzwerk auf Basis von WordPress realisieren lassen würde. Folgende Punkte sprechen laut Ernst-Jan Pfauth von the NEXT web dafür:
- Blogs können stärker angepasst und personalisiert werden als Profile herkömmlicher sozialer Netzwerke
- Auch andere soziale Dienste wie z.B. Flickr oder Twitter können über Plugins leicht in WordPress integriert werden
- Mit OpenID kann von überall im Web auf die eingene WordPress-Identität zugegriffen werden
- Über XFN-Tags können Gruppen abgebildet werden
Nun bietet eine von WordPress selbst herausgegebene Erweiterung namens BuddyPress soziale Funktionalitäten als Plugin für WordPress Weblogs. Zu diesen Funktionalitäten gehören unter anderem erweiterte Profile, das Versenden privater Nachrichten, Freundschaften, Gruppen, Statusmeldungen und Alben.
Durch das Nutzen von BuddyPress kann die eigene WordPress-Installation um soziale Features erweitert werden. Ist das WordPress-default-Theme installiert, verschiebt sich der Fokus des Weblogs auf die User-Profile und aus dem Blog wird eine Mischung aus Blog uns sozialem Netzwerk.
Doch auch ein umfassendes Netzwerk aller WordPress-User wäre denkbar:
Just imagine how gigantic the social network WordPress will be with this active community backing it. So you may not realize it yet, but if you’re a blogger using WordPress, you’re way ahead of the other bloggers. Together with millions of other WordPress bloggers, you’re building the social network of the future.
via thenextweb.org
von Katrin Schneider
WordPress 2.5 zum Reinschnuppern
Mein Freund Leo meint, “to sneak a peak” würde “einen Blick erhaschen” heißen. Und somit ist die Sneak Peak Version von WordPress 2.5 wohl auch erst einmal nur zum Reinschnuppern gedacht. Die Screenshots im Developer Blog von WordPress sehen zumindest schon mal wesentlich zweinulliger aus ;-) Mal sehen, ob es dann auch so wird.
von Matthias Zellmer
WordPress als CMS
WordPress ist laut Wikipedia ein Weblog Publishing System. Also ein System um damit Beiträge in einem Weblog (wie diesem) zu veröffentlichen. Was auch just mit diesem Beitrag geschieht. Soweit so gut. Nun kommen scheinbar immer mehr Leute (so auch wir) auf die Idee, mit einem solchen Weblog Publishing System auch kleinere und mittlere Websites zu betreiben, die in erster Linie gar kein Weblog sind.
Für WordPress als CMS spricht meiner Meinung nach u.a.:
- Es ist einfach zu bedienen und zu administrieren
- Es ist sehr gut erweiterbar (Plugins/Widgets)
- Es ist suchmaschinenoptimiert
- Es ist optisch und strukturell gut anpassbar (Themes)
- Es wird kontinuierlich weiterentwickelt
- Es stehen eine Vielzahl von fertigen und funktionierenden Erweiterungen zur Verfügung
- Es gibt ein Rollenkonzept
- …
Ein Problem sehe ich vor allem, darin dass es nicht trivial ist, ein von einem CMS gewohntes Artikel-System aufzubauen. Will man z.B. eine Art Leitartikel auf der Startseite anteasern, dann ist es nicht so einfach, ihm ein wohl platziertes Bild zuzuordnen. Es gibt zwar schon Lösungen für das Problem (via custom fields), aber diese sind nicht wirklich komfortabel. Außerdem muss man an einigen Stellen bei strukturellen Anpassungen Abstriche machen bzw. wohl oder übel ein neues Plugin schreiben. Da sind klassische CMS in der Regel flexibler. Aber trotzdem erinnert mich das schon gewaltig an die Entwicklung bei Typo3 vor ein paar Jahren.
Über das Thema wird übrigens derzeit im Web viel diskutiert, z.B. hier:
- Texto.de: WordPress als CMS nutzen
- Thenextweb.org: WordPress the next big thing in cms
- Performancing.com: 48 unique ways use wordpress
- Bloghelper: 5 reasons not to use wordpress as a cms
Noch etwas Probleme sehe ich im Bezug auf die Akzeptanz bei Kunden. Wenn man ein Weblog-System als Ersatz für ein “richtiges” CMS vorschlägt, muss es sich doch erst einmal etwas komisch anhören. Wer will schon eine Lösung, die sich “umgebogen” anhört? Aber vielleicht muss man da die Zeit etwas für sich spielen lassen.
von Matthias Zellmer
Foren-Software der WordPress-Macher
Für Christoph Kolumbus und die “alte Welt” war die Entdeckung von Amerika ein ziemlich überraschende Sache. Er und seine Mann hatten damit gar nicht gerechnet. Sie waren doch auf der Suche nach was anderem. Für die Eingeborenen jedoch dort war das Land eher ein alter Hut, denn sie lebten ja da.
Ähnlich geht es mir manchmal, wenn ich im Web etwas entdecke. Für mich ist es vielleicht eine tolle neue Sache und für andere ein alter Hut. Ich überlege dann immer, ob ich über das Gefundene hier berichten soll oder nicht. Jetzt mach ich es einfach mal. Auf die Gefahr hin, dass viele schon bbpress kennen.
bbpress ist eine Foren-Software, die von den gleichen Leuten entwickelt wurde, die auch für WordPress zuständig sind. WordPress ist das Weblog-Publishing-System, das die technische Basis für diesen Blog stellt.
Auf der deutschen bbpress-Website schreiben die Betreiber dazu:
bbPress ist einfach zu installieren, benutzerfreundlich und läßt sich leicht in bestehende Projekte integrieren. Die Software ist schlank programmiert und arbeitet außerordentlich schnell. bbPress basiert auf PHP und MySQL, ist frei erhältlich und bringt alle Funktionen mit, die von einem modernen Foren-System erwartet werden können.
Schön finde ich auch, dass einiges bei bbpress zu finden ist, was man schon bei WordPress kennt und schätzen gelernt hat: Man kann eigene Themes erstellen, es gibt eine Sprachdatei mit der man das Wording der Systembegriffe anpassen kann und umfangreiche Hilfestellungen der Entwickler- und Nutzergemeinde in Blogs und Foren.
bbpress befindet sich laut Selbstdarstellung der Entwickler eindeutig noch in der Entwicklung und wird sich somit wohl auch noch nicht in allen Bereichen mit einigen etablierten Systemen messen können. Wenn es jedoch einen ähnlichen Weg wie WordPress nimmt, dann sollte man bbpress bei dem nächsten Projekt bei der Auswahl der Foren-Software nicht außer Acht lassen.
von Matthias Zellmer







